1000 Lehrer wieder arbeitslos

Am 29.06.2017 waren die schlechten Arbeitsbedingungen für die Lehrer in Hessen eines der Hauptthemen. Die FDP kritisierte die befristete Einstellung von Lehrkräften, von denen sich viele in den Sommerferien arbeitslos melden müssen. Hessen rangiert gleich hinter Baden-Württemberg an zweiter Stelle bei der Arbeitslosigkeit von Lehrern in den Sommerferien.

Dies sei auch einer der Gründe das Lehrer in andere Bundesländer abwandern, sagte Wolfgang Greilich (Bildungsexperte der FDP).

Auch von der SPD- und der Linken-Fraktion erhielt die FDP Zustimmung. Christoph Degen (Sozialdemokrat) beklagte, dass sich nicht nur 6000 Pädagogen von einem befristeten Vertrag zum nächsten schleppten, sondern das sogar ca. 1000 Lehrkräfte vor den Sommerferien entlassen werden, um nach den Ferien weiter beschäftigt zu werden.
Der Minister und die Bildungsexperten der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen, Armin Schwarz und Mathias Wagner, wiesen die Vorwürfe genauso zurück wie die Behauptung von Gabi Faulhaber (Abgeordnete der Linken) dass das Ministerium seit längerer Zeit hartnäckig Überlastungsanzeigen aus allen Regionen Hessens ignoriere.
Sie erklärten, dass In Hessen eine große Zahl von Pädagogen neu eingestellt worden.
Die Lehrerversorgung liege im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern bei 105 Prozent.

Der Minister und die Bildungsexperten der Koalition betonten, dass es Ziel der Landesregierung sei, die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse für Lehrer auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Aber um einen geordneten Unterrichtsablauf trotz nötiger Vertretungen aufgrund Krankheit, Schwangerschaft u.s.w. zu gewährleisten, werden sich befristete Arbeitsverhältnisse nicht gänzlich vermeiden lassen.
Dies träfe auch auf den zeitlich befristeten Deutschunterricht für die Zuwanderer zu.