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Eine Baufinanzierung während der Elternzeit – geht das?

Wächst die Familie, ist der Umzug in die eigenen vier Wände eine gute Idee. Grundsätzlich ist eine Baufinanzierung auch während der Elternzeit möglich. Unter welchen Voraussetzungen in der Elternzeit eine Kreditaufnahme möglich ist, haben wir im folgenden Artikel für Sie zusammengestellt.

Festes Einkommen als Basis für die Kreditvergabe

Ob Banken einen Kredit gewähren, ist vor allem von der Einkommenssituation der Antragsteller abhängig. Nur wenn die Kreditnehmer in der Lage sind, die monatliche Rate problemlos aus den regelmäßigen Einkünften zu bewältigen, ist der Abschluss eines Kreditvertrages möglich. Als Grundlage dient den Kreditinstituten das feste Einkommen aus einem ungekündigten Arbeitsverhältnis, ob die Banken das Elterngeld in diese Kalkulation einbeziehen, hängt vom Einzelfall ab. Wichtig ist in diesen Fällen vor allem, dass die Weiterbeschäftigung nach der Elternzeit sichergestellt ist, so wie es bei verbeamteten Darlehensnehmern der Fall ist. Soll die Finanzierung allein auf den Bezug des Elterngeldes abgestellt werden, lehnen Banken die Kreditanfrage in aller Regel als zu riskant ab.

Kalkulieren Sie sorgfältig

Ideal ist die Kreditvergabe, wenn ein zweiter Darlehensnehmer mit einem festen Monatseinkommen den Kreditvertrag unterzeichnet. Weist der Kreditnehmer eine feste Arbeitsstelle nach und kann die Rate aus dem Einkommen bewältigen, steht der Kreditgewährung nichts entgegen. Das Elterngeld ist zwar eine zusätzliche Einnahmequelle, die in der Kalkulation jedoch unberücksichtigt bleibt. Mehr als 30 bis 40 Prozent Ihres Einkommens sollten Sie nicht für die Baufinanzierungsrate veranschlagen. Ein guter Richtwert ist die Miete, die Sie bisher gezahlt haben.

Beziehen Sie das Einkommen des in Elternzeit befindlichen Partners, das er nach dem Ende der Zeit erzielt, in Ihre Budgetrechnung ein, ist Vorsicht gefragt: Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz, nach Ablauf der Frist kann der Arbeitgeber Ihnen theoretisch kündigen. Der Verdienst des zweiten Partners ist also trotz bestehendem Beschäftigungsverhältnisses keinesfalls als sicher anzusehen. Banken berücksichtigen das zweite Einkommen bei der Kreditprüfung nicht, auch wenn während der Elternzeit ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis besteht.

Vorteile für Beamte und Beamtinnen

Anders sieht es aus, wenn Sie verbeamtet sind: Als Beamter oder Beamtin sind Sie ohnehin unkündbar und haben nach Ende der Elternzeit Anspruch auf Weiterbeschäftigung. Die Einkünfte bei Wiederaufnahme der Tätigkeit sind für diesen Personenkreis sicher und die Elternzeit hat keine Auswirkungen auf das Beschäftigungsverhältnis. In diesen Fällen können Sie das zweite Einkommen problemlos in die Kalkulation einbeziehen. Verbeamtete Darlehensnehmer sind bei Kreditinstituten aufgrund ihrer vorteilhaften beruflichen Position gern gesehen. Beamtinnen und Beamte verfügen über ein lebenslanges, gesichertes Einkommen, sind unkündbar und erhalten im Ruhestand eine angemessene Pension. Für eine Baufinanzierung bieten sich damit beste Voraussetzungen, die Banken aufgrund der ausgezeichneten Bonität mit attraktiven Konditionen belohnen.

Fazit: Baufinanzierung in Elternzeit genau kalkulieren

Grundsätzlich ist eine Baufinanzierung während der Elternzeit möglich. Wichtig ist ein ausreichend hohes Einkommen des zweiten Darlehensnehmers, der die Rate problemlos stemmen kann. Kalkulieren Sie Ihre Budgetrechnung sehr sorgfältig und beziehen nur das Einkommen ein, das Ihnen langfristig zur Verfügung steht. Ideal ist eine Finanzierung, mit der Sie möglichst zum Beginn der Rente schuldenfrei sind. Wenn Sie ein eigenes Häuschen planen, denken Sie auch daran, ausreichend Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben zu bilden.