Ambulante Psychotherapie für Beamte
Beihilfe für ambulante Psychotherapie für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare

Hier geht es zum Antrag auf Psychotherapie („Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit für Psychotherapie“)

Eine Psychotherapie für Beamte ist grundsätzlich beihilfefähig. Jedoch müssen einige Voraussetzungen gegeben sein.
Beihilfe für ambulante Psychotherapie für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare wird nur gewährt, wenn zuvor eine Vertrauensärztin / ein Vertrauensarzt oder die zuständige Krankenversicherung/Krankenkasse die Behandlungsbedürftigkeit gutachterlich festgestellt hat und die Beihilfestelle aufgrund dieses Gutachtens die Beihilfefähigkeit der psychotherapeutischen Behandlung anerkannt hat.

Für bis zu fünf (bei analytischer Psychotherapie bis zu acht) Probesitzungen (probatorische Sitzungen) wird jedoch auch ohne vorherige Anerkennung der Beihilfefähigkeit Beihilfe gewährt.

Dem Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit sind beizulegen:
ein Bericht des Psychotherapeuten an den Gutachter und ein hausärztlicher Konsiliarbericht.

Informationen zum Antragsverfahren für Leistungen im Rahmen einer Psychotherapie für Beamte und Beamtenanwärter

Eine Psychotherapie bedarf der vorherigen Anerkennung durch die Beihilfestelle.
Die zuständige Beihilfestelle  muss die Psychotheraphie vor Antrittsbeginn erst anerkennen.
Hierfür schaltet die Beihilfestelle einen externen Gutachter ein welcher die medizinische Notwendigkeit einer Psychotherapie prüft.

Eine bestimmte Anzahl von probatorischen Sitzungen sind aber ohne Genehmigung behilfefähig.

Auch eine psychosomatische Grundversorgung (§19 LBhVO) und eine stationäre psychosomatische Behandlung  (§26 LBhVO) sind ohne Anerkennung beihilfefähig.

Ablauf des Voranerkennungsverfahren
Der Beihilfeberechtigte muss der Festsetzungsstelle den „Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit einer Psychotherapie “ ausgefüllt vorlegen.

Der behandelnde Psychotherapeut muss einen Bericht für den Gutachter erstellen.
Die Berichte und medizinischen Unterlagen werden dann als Anlage zum Antrag versendet.

Die Festsetzungsstelle beauftragt nach Erhalt der vollständigen Unterlagen einen vertrauensärztlichen Gutachter welcher ein Erst-Gutachten erstellt.

Abhängig vom Ergebnis der gutachterlichen Stellungsnahme fertigt die zuständige Beihilfestelle einen rechtsmittelfähigen Bescheid über die Anerkennung oder Ablehnung der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen einer ambulanten Pychotherapie.

Ablehnungsbescheid – Was ist zu tun?
Gegen einen Ablehnungsbescheid kann der Beamte Widerspruch einlegen.
Die Beihilfestelle wird daraufhin ein Obergutachten anfordern.
Zusammen mit dem Widerspruch müssen die Unterlagen des Erst-Gutachten in konkretisierter Form beigelegt werden.

Der weitere Ablauf gleicht dem oben beschriebenen „Gutachterverfahren“

Kosten der Gutachten
Die Kosten der Gutachten, sowohl der Erst-Gutachten so wie auch eines Obergutachten trägt die Beihilfestelle.

Unter welchen Voraussetzungen wird auf ein Voranerkennungsgutachten bei einer Psychotherapie für Beamte verzichtet?
Wenn die gesetzliche (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV) des Beihilfeberechtigten bereits eine Leistung aufgrund eines durchgeführten Gutachterverfahrens zugesagt hat.
Bei einer sog. Kurztherapie im Rahmen der Verhaltenstherapie wird auch von einem Anerkennungsverfahren abgesehen.
Wichtige Informationen zur Beihilfeergänzungsversicherung
Die Auswahl der richtigen Beihilfeergänzungsversicherung unter Berücksichtigung der im jeweiligen Tarif enthaltenen
Leistungen ist für Beamtenanwärter oder Beamte sehr wichtig zur Vermeidung späterer Leistungsdefizite und  Zusatzkosten.
Eine umfassende Beratung welche Ihnen alle Informationen liefert ist deshalb sehr wichtig.

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