Sehhilfen oft beihilfefähig

Für bestimmte Sehhilfen kann Beihilfe gewährt werden. Die erstmalige Anschaffung einer Sehhilfe muss ärztlich verordnet sein.

Aufwendungen für eine Ersatzbeschaffung oder Folgebeschaffung einer Sehhilfe sind (außer bei einer Prismenbrille) ohne weitere ärztliche Verordnung beihilfefähig, wenn gegenüber der ursprünglich verordneten Ausführung keine Veränderungen (wie zum Beispiel eine Tönung der Brillengläser) vorgenommen wurden.

Bei Personen über 14 Jahren wird Beihilfe aber für eine Folgebeschaffung nur gewährt:

– Wenn sich die Sehschärfe um mindestens 0,5 Dioptrien verändert hat.

– Für eine Ersatzbeschaffung (bei gleichbleibender Sehschärfe) nur für bestimmte Sehhilfen und nur dann gewährt, wenn seit der letzten Beschaffung bestimmte Zeiträume verstrichen sind.

Die Bestimmung der Sehschärfe (Refraktionsbestimmung) kann durch einen Optiker vorgenommen werden. Die Kosten dafür sind bis zu 13 Euro beihilfefähig.

Brillen
Bei einer Brille sind nur die angemessenen Aufwendungen für die Gläser, nicht für die Fassung beihilfefähig. Beihilfe für Sportbrillen kann nur für Schüler(innen) gewährt werden, die diese Brillen während des Schulsports tragen müssen.

Ist die Sehschärfe gleich geblieben, sind die Aufwendungen für die Ersatzbeschaffung von Brillengläsern bis zu 150 Euro pro Glas beihilfefähig, wenn seit der letzten Beschaffung vier Jahre verstrichen sind.

Einschleifkosten von Brillengläsern sind bis zu einem Betrag von 11 Euro je Glas beihilfefähig. Die Kosten für eine Entspiegelung der Gläser sind nur dann beihilfefähig, wenn Sehwerte von 6 oder mehr Dioptrien vorliegen und außerdem augenärztlich höher brechende Gläser verordnet wurden.

>Die Optikerrechnung muss den Grundpreis für einfache weiße Gläser (kein Kunststoff) und die Kosten für die jeweiligen Sonderausführungen einzeln ausweisen. Eine Preisaufschlüsselung sollte dem Beihilfeantrag beigefügt werden. Ein Formular dafür steht unter „Downloads“ zur Verfügung.

Kontaktlinsen (Haftschalen)

Aufwendungen für Kurzzeitlinsen (Wegwerflinsen, Einmallinsen, Austauschsysteme) sind grundsätzlich nicht beihilfefähig. Bei anderen Kontaktlinsen wird Beihilfe grundsätzlich nur bis zur Höhe der Aufwendungen gewährt, die bei der Anschaffung einer Brille beihilfefähig wären.

Darüber hinausgehende Aufwendungen können nur als beihilfefähig angesehen werden, wenn der Sehfehler durch eine Brille nicht oder nicht ausreichend korrigiert werden kann. Die medizinische Indikation ist nachzuweisen. In diesem Fall ist auch die Benetzungsflüssigkeit (Betriebsmittel) beihilfefähig, wobei allerdings ein Eigenanteil von 100 Euro pro Kalenderjahr geleistet werden muss.

Ist die Sehschärfe gleich geblieben, sind die Aufwendungen für die Ersatzbeschaffung von weichen Kontaktlinsen bis zu 100 Euro je Kontaktlinse beihilfefähig, wenn seit der letzten Beschaffung zwei Jahre verstrichen sind.

Diese Sehhilfen sind nicht beihilfefähig:

Kontaktlinsen, die nur zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit, zum Beispiel als Sportlehrer/in erforderlich sind.
Mehrkosten für Kontaktlinsen, die die Augenfarbe verändern oder verstärken sollen.
Reinigungsmittel und Pflegemittel für Kontaktlinsen.

Beihilfefähige Leistungen

hilfecenter beihilfe für referendare lehrer beamte

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