Verbeamtung – Voraussetzungen

Welche grundsätzlichen Voraussetzungen muss ich erfüllen um in den verbeamteten Staatsdienst übernommen zu werden?

Um die mögliche Eignung als Beamter zu prüfen werden alle Bewerber grundsätzlich untersucht. Diese Untersuchung findet im örtlichen Gesundheitsamt statt und dient der Prüfung der Tauglichkeit.

Zunächst einmal gilt festzustellen das die erforderliche Untersuchung keinerlei Ergebnis erbringen darf, das eine Dienstunfähigkeit möglich ist. Erhebliche Einschränkungen sind somit ein Grund die Verbeamtung auszuschließen.

Folgende Einschränkungen werden bei einer Verbeamtung nicht akzeptiert:

1. Schwere psychische Probleme. Hierzu gehören unter anderem Depressionen oder krankhafte psychische Störungen.
2. Erkrankungen der Wirbelsäule. Also zum Beispiel vorhandene Krümmungen oder schwere Bandscheibenschäden.
3. Erhöhter Body-Maß-Index (BMI). Der BMI sollte idealerweise nicht über 35 liegen.
(Der Dienstherr muss bei einem BMI von über 35 in  jedem einzelnen Fall eine medizinisch fundierte Begründung vorlegen, warum es sehr wahrscheinlich ist das bei der zukünftigen Lehrkraft mit einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand zu rechnen ist. )

Je nach Gesundheitsamt gibt es gewisse „Ermessensspielräume“, allerdings nur in geringem Umfang.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorgenannten Punkten um keine abschließende Aufzählung handelt!

Die erforderlichen Untersuchungen sind identisch zu denen der Berufung zum Beamten auf Widerruf!

Verantwortlich für ein Dienstverhältnis als Beamter sind die jeweiligen Bundesländer.
Somit gelten auch die landeseigenen Regelungen, Rechte und Pflichten des künftigen Beamten.

Die Ausbildung, bzw. das Referendariat absolviert man als Beamter auf Widerruf (BaW).

Bevor man jedoch Beamter auf Lebenszeit  (BaL) wird erfolgt  kraft Gesetz eine:

 

Verbeamtung auf Probe (BaP)

Die Verbeamtung auf Probe dauert üblicherweise 2-3 Jahre, diese Dauer ist allerdings nicht ausdrücklich geregelt. Üblicherweise wird von der jeweiligen Schulleitung zum Ende der Regel-Probezeit aufgrund der Leistungen und des Verhaltens der Lehrkraft ein Gutachten erstellt. Grundlage dieses Gutachtens sind die Unterrichtsbesuche der Schulleitung, womit im Abschluss die „Verbeamtungsstunde“ gehalten werden kann, damit das zuständige Schulamt eine entsprechende Beurteilungsmöglichkeit hat.
Im Anschluss erfolgt dann durch einen Amtsarzt eine neuerliche Eignungsfeststellung.  Auch muss ein polizeiliches Führungszeugnis eingereicht werden. Sobald alle Unterlagen eingegangen sind und den gesetzlichen Vorgaben genügen erfolgt die Vereidigung als Beamter, welche üblicherweise durch die Schulleitung vorgenommen wird.

Hinweis: Da die Kriterien für die Auswahl von Beamten in den Bundesländern unterschiedlich sind ist angeraten sich hinsichtlich dieser Kriterien bei den Kultusministerien der einzelnen Bundesländer zu erkundigen.