Dienstunfall ? – Beamter erleidet Trauma nach lesen eines Schreibens

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Dienstunfall ?
Das Verwaltungsgericht Aachen entschied das ein Beamter, der eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelte nachdem er ein  Schreiben in seiner Personalakte gelesen hatte keinen Dienstunfall erlitt.

Es handelt sich um den Fall eines Beamten, der nach der Einsicht in seine Personalakte über psychische Probleme klagte und sich deshalb in psychiatrische Behandlung begab.
Der Kläger  gab an das, er sei nach Lesen eines Schreibens des örtlichen Personalrats, das er in seiner Personalakte gefunden habe, so bestürzt gewesen, dass er sich in psychiatrische Behandlung begeben habe. Sein Psychiater diagnostiziert ihm daraufhin eine posttraumatische Belastungsstörung.

In dem Schreiben, das an die vorgesetzte Dienststelle gerichtet war, hatte der Personalrat seine Einschätzung dargelegt, dass Quereinsteiger – hierzu zählt auch der Kläger – nicht zur Motivation der Kollegen beitrügen, die bereits seit Jahren in dem fraglichen Bereich gute Arbeit leisten und auf ihre Beförderung warten.

Zur Begründung ihrer Klageabweisung hat das Verwaltungsgericht ausgeführt, das nachvollziehbar sein das der Kläger verärgert sei. Das Schreiben enthalte aber nur eine allgemeine Einschätzung und habe keinen beleidigenden Inhalt. Es sei daher nicht dazu geeignet gewesen, eine psychische Erkrankung hervorzurufen.
Erschwerend kommt hinzu das der Beamte bereits vorher über Existenz und Inhalt des Schreibens informiert wurde.
Ein schockartiges Erleben durch das eigene Lesen – wie vom Kläger geltend gemacht – sei schon wegen dieser Vorwarnung ausgeschlossen (VG Aachen, Urteil v. 11.12.2014, 1 K 1161/13).

Quelle: Pressemitteilung Verwaltungsgericht Aachen