Das Auswahlverfahren bei der Vergabe von Lehrerstellen

steinbach-56642_1280Das Auswahlverfahren bei der Vergabe von Lehrerstellen

Das Auswahlverfahren von Bewerbern für eine Lehrer Planstelle wird im Beamtenrecht bundeseinheitlich geregelt. Das Verfahren erfolgt nach drei Merkmalen wie folgt:

Die Auswahl erfolgt nach Befähigung (die bestandene erste und zweite Staatsprüfung), nach Eignung (Fächer Kombination und vorhandener Bedarf) und fachlicher Leistung, also der Auswahlnote.

Die sogenannter Auswahlnote bildet sich als Gesamtnote aus dem ersten Staatsexamen und dem zweiten Staatsexamen mit einer Gewichtung im Verhältnis eins zu vier.
Meist ist die fachliche Leistung des angehenden Lehrers die größte Hürde. Hier greift ein Bonussystem welches von den Bundesländern frei gestaltet wird. Je nach dem vergebenen Bonus wird die Note verbessert und der Bewerber entweder auf der Bewerbungsliste nach vorne oder erhält unter bestimmten Voraussetzungen keinen bzw. keinen gleich hohen Bonus und verschwindet damit auf der Bewerbungsfrist in den hinteren Rängen.
So vergibt das Bundesland Rheinland-Pfalz einen Bonus von 0,5 für die Bewerber die das Rheinland-pfälzische Schulsystem aus dem Referendariat kennen. Bewerber aus anderen Bundesländern erhalten diesen Bonus erst nach sechs Monaten, sobald sie im Rheinland-pfälzischen Schuldienst sind!
Einen weiteren Bonus von 0,2 je Fach wird für jedes volle Schuljahr welches im aktiven Schuldienst absolviert wird und auf eine Planstelle wartet vergeben. Hier ist insgesamt ein Bonus von höchstens 1,0 erreichbar.
Aus dieser Vergabepraxis ist klar erkennbar dass in manchen Bundesländern die sogenannten „Landeskinder“ durch die Vergabe des Bonus bevorzugt werden. Aber auch andere Regelungen und Bonusregelungen sind vorhanden.
Informieren Sie sich am besten vor ihrer Bewerbung und bereits in ihrer Zeit als Beamter auf Widerruf, bzw. Beamte auf Probe über die Vergabekriterien.