GKV oder PKV im Referendariat 2026? Ihr Wegweiser durch den Beihilfe-Dschungel
Herzlichen Glückwunsch zum Referendariat! Ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Wer den Vorbereitungsdienst antritt, steht vor einer wichtigen Entscheidung: Welche Krankenversicherung im Referendariat bietet 2025 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Als Beamtenanwärter stehen Sie bei der Frage welche Krankenversicherung im Referendariat vor einer Entscheidung, die nicht nur Ihr aktuelles Budget, sondern auch Ihre zukünftige Absicherung beeinflusst.
In diesem Artikel räumen wir mit Mythen auf und zeigen dir klipp und klar, wann sich die PKV lohnt und wann die GKV die bessere Wahl sein kann.
Die Lösung ist ein Beihilfeergänzungstarif, der die Lücken teilweilse oder vollständig für Sie schließen kann, klingt erstmal kompliziert? Ist es auch, denn…
Sie müssen:
- Die Beihilfeverordnung des Bundeslandes in dem Sie Beihilfe beziehen, hinsichtlich jeder einzelnen Leistung und jeder Leistungslücke überprüfen
- das Bedingungswerk der jeweiligen PKV überprüfen
- und dann die zu den bestehenden Lücken passenden Tarife suchen und vergleichen
Klingt schwierig und aufwendig?
Allerdings! Aber wir übernehmen diesen Aufwand gerne für Sie und überprüfen welche Leistungslücken bestehen und vergleichen mit Ihnen danach gemeinsam die Tarife die am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen passen.
Warum die Wahl der Versicherung jetzt so wichtig ist
Als Beamter auf Widerruf haben Sie ein Privileg: die Beihilfe.
Ihr Dienstherr (Bund oder Land) übernimmt im Krankheitsfall einen Großteil Ihrer Kosten (meist 50 %).
- PKV: Sie versichern nur die restlichen 50 % über eine private Restkostenversicherung. Das ist oft sehr günstig.
- GKV: Sie zahlen in der Regel den vollen Beitragssatz allein, da der Dienstherr (außer in Ländern mit pauschaler Beihilfe) keinen Arbeitgeberanteil beisteuert.
PKV vs. GKV – Ein Rechenbeispiel, das den Unterschied zeigt
Aufgrund meiner Beratung weiß ich: Ein Referendar in Bayern mit A12.Bruttobezügen (ca.1.500 €) zahlt 2026:
- In der GKV:ca. 300 € pro Monat (da Sie den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil allein trägst).
- In der PKV (Anwärtertarif): oft nur zwischen 91 € und 150 € – bei deutlich besseren Leistungen.
Wann ist die GKV dennoch sinnvoll?
Trotz der Kostenersparnis in der PKV gibt es Fälle, in denen die gesetzliche Kasse punktet:
- Vorerkrankungen: Bei schweren Diagnosen kann die PKV hohe Risikozuschläge verlangen oder Sie ablehnen. Die GKV muss Sie nehmen.
- Familienplanung: Sie haben bereits viele Kinder und/oder einen Partner ohne eigenes Einkommen?
- Niedrige Besoldungsstufe
Die „Anwärtertarife“ – Ihre Spar-Chance
Ein Anwärtertarif ist ein spezieller PKV-Tarif für Beamte in Ausbildung.
Die Versicherer verzichten während Ihrer Ausbildungszeit fast vollständig auf die Bildung von Altersrückstellungen.
Das macht den Beitrag unschlagbar günstig.
Wichtig! Nach dem Referendariat (mit der Verbeamtung auf Probe) endet dieser Tarif automatisch.
Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr gewählter Anbieter eine Option auf eine nahtlose Umstellung in den Volltarif ohne erneute Gesundheitsprüfung bietet.
Damit sichern Sie sich Ihren Gesundheitszustand von heute für die Zukunft!
Beihilfesätze – Bundesländer im Vergleich
Hessen: Spezial-Sätze für Anwärter
In Hessen profitieren Beamtenanwärter von besonders hohen Sätzen:
Sie erhalten 70 % Beihilfe im ambulanten und Zahn-Bereich sowie 85 % im stationären Bereich.
Damit müssen Sie nur einen kleinen Teil (15–30 %) über eine private Restkostenversicherung absichern.
Sachsen: Spitzenreiter bei der Familienförderung
Sachsen bietet bundesweit die höchsten Sätze für Familien:
-
Beamte: Der Satz steigt mit einem Kind von 50 % auf 70 %. Ab zwei Kindern sind es dauerhaft 90 %.
-
Angehörige: Ehepartner und Kinder erhalten pauschal 90 %.
-
Bonus: Krankenversicherungsbeiträge für Angehörige werden auf Antrag weitgehend übernommen.
Standard-Regelung (Bund & übrige Länder)
In der Regel gelten folgende Beihilfesätze:
-
Beihilfeberechtigte: 50 % (Steigerung auf 70 % ab dem 2. Kind oder als Pensionär).
-
Ehegatten / Lebenspartner: 70 % Beihilfe.
-
Kinder: 80 % Beihilfe.
Je höher der Beihilfesatz, desto günstiger wird Ihre private Krankenversicherung, da Sie nur noch die verbleibenden Restkosten (z. B. 10 % in Sachsen oder 15 % in Hessen stationär) absichern müssen.
Lassen Sie sich dazu deshalb auf jeden Fall ausführlich von einem unabhängigen Experten beraten.
GKV oder PKV für Referendare: Einige, zu berücksichtigende, Fakten:
- Sofern sie bereits Familie haben, muss diese vielleicht ebenfalls privat krankenversichert werden. Ihr Dienstherr gewährt zwar auch für die Familienangehörigen die Beihilfe (70 %, bzw. 80 %), trotzdem kann unter Umständen die gesetzliche Kasse die für Sie günstigere Lösung sein.
- Wenn Sie bereits an einer Erkrankung leiden, kann ebenfalls die gesetzliche Kasse die bessere Alternative sein. Die private Krankenversicherung prüft in jedem Fall Ihren Gesundheitszustand, bevor Sie einen Vertrag mit ihnen eingeht. So kann es passieren, dass Ihr Antrag auf Versicherungsschutz abgelehnt wird oder dass Sie kleinere oder größere Risikozuschläge
zusätzlich zahlen. - In der gesetzlichen Krankenversicherung ist Ihr Beitrag, unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand, ebenso hoch wie bei einem gesunden Antragsteller.
- Die günstigen Anwärtertarife gelten bei der privaten Krankenversicherung bei den meisten Versicherungen nur bis zum 34. Lebensjahr. Einige Anbieter schließen noch das 36. Lebensjahr mit ein und sehr wenige gehen bis zum 42. Lebensjahr.
Ob diese Tarife hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit für Sie noch sinnvoll sind, sollte unbedingt geprüft werden.
In jedem Fall sollten Sie auch Ihre Zukunftsplanung bei der Entscheidung welche Krankenversicherung im Referendariat die beste Wahl ist, mit einbeziehen.
Wichtig ist deshalb zu wissen:
- Auch nach dem Referendariat unterliegen Sie der Krankenversicherungspflicht. Sie müssen daher im Anschluss weiterhin versichert sein. Ob dies dann im Sinne einer Familienversicherung oder durch das Beziehen öffentlicher Förderung, selbstständiger Arbeit oder im Angestelltenverhältnis geschieht, sollte bei Ihrer Planung berücksichtigt werden.
- Sofern Sie nach dem Ende des Referendariats nicht sofort übernommen werden, müssen Sie die Zeit bis zum Antritt der neuen Dienststelle überbrücken. Viele Versicherer bieten deshalb sogenannte Übergangstarife an, von denen jedoch nicht alle gut sind.
Bei einigen Versicherern werden relativ hohe Beiträge verlangt, die Sie unter Umständen dann nicht tragen können. Wählen Sie deshalb gründlich aus, welche Versicherungsgesellschaft hier für Sie eine akzeptable Lösung bietet. - Eine Rückkehr von der privaten Kasse in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. einem Statuswechsel möglich. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung annehmen oder ALG2 beziehen oder wenn Ihr monatliches Einkommen (auch ohne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit) insgesamt 538,00 Euro (zum Beispiel aus geringfügiger Beschäftigung) nicht übersteigt.
Allerdings können Sie in einem solchen Fall normalerweise über Ihren Ehepartner oder Ihren Partner aus eingetragener Lebensgemeinschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden.
Krankenversicherung im Referendariat: Lassen Sie sich unbedingt umfassend beraten.
Nach dem Studium unserer Ausführungen werden Sie feststellen, dass es sehr viel zu berücksichtigen gibt. Unsere Beispiele zeigen auch, dass nicht jede Eventualität hier berücksichtigt werden kann, sondern es für jeden Einzelfall anders zu bewerten und zu beurteilen ist.
Damit Sie ganz sicher sein können, den bestmöglichen Versicherungsschutz für sich selbst und Ihre persönliche Lebenssituation zu finden, beraten unsere unabhängigen und zertifizierten Experten Sie umfassend.
Wir erstellen mit Ihnen gemeinsam online einen Vergleich der gesetzlichen Kassen nach bestimmten Leistungskriterien und Ihren Wünschen und selbstverständlich auch einen umfassenden Vergleich privater Krankenversicherer.
Wir denken wir konnten Ihnen einen guten Einblick in das Thema GKV oder PKV für Referendare geben.

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