Die Entlassung eines Beamten

TarifabschlussDie Entlassung eines Beamten

Anders als in einem herkömmlichen Arbeitsverhältnis kann ein Beamter nicht einfach kündigen. Die besondere Form seiner Beschäftigung, das Dienstverhältnis, bedingt dass er-sofern er den Dienst nicht mehr verrichten möchte-seine Entlassung beantragen muss. Allerdings endet sein Dienstverhältnis nicht schon durch den Antrag, sondern erst durch einen entsprechenden Entlassungsbescheid seines Dienstherrn. Der zuständigen Behörde ist somit die Möglichkeit gegeben der Fürsorgepflicht gegenüber dem Beamten nachzukommen. Sollte der Antrag auf Entlassung auf einer Fehleinschätzung des Beamten basieren so muss der Dienstherr darum bemüht sein hier eine Aufklärung zu betreiben bevor er den endgültigen Entlassungsbescheid erstellt.
Auch kann der Beamte den gestellten Entlassungsantrag unter bestimmten Bedingungen zurücknehmen. Grundsätzlich gilt eine Rücknahmefrist von zwei Wochen nach Zugang des Entlassungsantrages beim Dienstherrn. Mit Zustimmung der Behörde kann im Einzelfall eine Rücknahme auch nach Ablauf dieser Frist erfolgen. Sofern der Entlassungsbescheid des Dienstherrn bereits zugegangen ist, ist eine Rücknahme ausgeschlossen.
Zu beachten sind in jedem Fall dass eine Entlassung auf eigenen Antrag Konsequenzen hat die es zu beachten gibt. Mit der Entlassung gehen sämtliche Ansprüche oft Dienstbezüge und Versorgungsbezüge verloren. Dies gilt auch für Fürsorgeleistungen wie Beihilfeansprüche. Für den Beamten erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung für die geleistete Dienstzeit. Dies ist insofern wichtig, weil diese Regelung im Rentenalter in den meisten Fällen zu einer Schlechterstellung gegenüber einem Ruhestandsbeamten führt. Vor ein Beamter einen solchen Schritt geht ist ihm also in jedem Fall die Konsultation eines Rechtsbeistandes zu empfehlen sodass er über die entsprechenden Schritte und Fristen juristisch einwandfrei aufgeklärt wird.