Die Flucht der Lehrer

Flucht der Lehrer

Die Flucht der Lehrer

Es ist bereits bekannt das Ärzte nur ungern auf dem Land arbeiten. Allerdings gilt dies wohl künftig auch für die Lehrer in Sachsen. Bis zum Jahr 2030 werden ca. ein Drittel aller Lehrkräfte aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Die jungen, gut ausgebildeten Lehrer arbeiten jedoch lieber in den Ballungszentren als auf dem freien Land. Das sächsische Kultusministerium hat deshalb ein Stipendienprogramm veranlasst um diese jungen Lehrer “aufs Land“ zu locken. Die materiellen Anreize bestehen in Form von monatlich 300 € ab dem kommenden Wintersemester. So sollen bis zu 100 Lehramtsstudenten gefördert werden, sofern sie sich verpflichten später eine Stelle an einer Grundschule oder Oberschule auf dem Land anzunehmen.
Interessant ist dieses Stipendium insbesondere aufgrund der Tatsache, dass derzeit auf 200 freie Stellen bis zu 1000 Bewerber pro Jahr für das Land Sachsen zur Verfügung stehen. Allerdings scheitere die Besetzung der Stellen schon daran, sofern es über den Speckgürtel von Leipzig oder Dresden hinausgehe. Der Erfolg des Stipendiums bleibt abzuwarten, denn schon jetzt-vor dem Start-äußern Demographieforscher erste Zweifel. Denn das Leben auf dem Land müsse „angenommen werden“, dies sei keine Frage der finanziellen Zuwendung, sondern eine Frage der Lebenseinstellung. Ob und inwieweit sich hier junge Lehrkräfte gut aufgehoben fühlen würden und sich ihnen ein intaktes soziales Umfeld biete hänge nicht von monetären Gesichtspunkten ab.