Diensthaftpflicht für Lehrer und Referendare

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Braucht man die denn überhaupt?

Lehrkräfte, also Lehrer und Referendare sind in den meisten Fällen für Haftpflichtansprüche von ihrem Dienstherrn abgesichert. Doch nicht in allen Fällen ist dieser Haftpflichtschutz ausreichend.

Verletzt ein Lehrer in der Ausübung seiner Tätigkeit schuldhaft die Amtspflicht, also beispielsweise einen Schüler, so kann der Geschädigte nur den Dienstherren auf Schadenersatz in Anspruch nehmen.
Es ist unerheblich ob die Lehrkraft als angestellter Lehrer oder aber als Beamter tätig ist. Grundsätzlich besteht somit kein Risiko persönlich haftbar gemacht zu werden.

Muss jedoch der Dienstherr Schadenersatz leisten, also zum Beispiel in Fällen, in denen die gesetzliche Unfallversicherung nicht eintritt, so kann er die Lehrkraft bei Vorsatz oder aber bei grober Fahrlässigkeit in Regress nehmen. Die Lehrkraft muss dem Dienstherrn somit den entstandenen Schaden ersetzen. Dies trifft nur bei leichter Fahrlässigkeit ausdrücklich nicht zu!

Dies betrifft somit auch alle anderen Bereiche, gleichwohl ob es sich um verursachte Sachschäden oder aber Personenschäden handelt. Entscheidend ist immer letztlich, ob es sich um eine leichte oder grobe Fahrlässigkeit, bzw. Vorsatz im Schadenfall handelt.

Hier ein paar Beispiele:

Lässt ein Lehrer den Schlüssel zur Hauptschließanlage in einem nicht verschlossenen Umkleideraum ohne weitere Sicherheitsmaßnahmen zurück und dieser wird entwendet, bzw. kommt abhanden dann haftet der Lehrer für den entstandenen Schaden (Austausch der Schließanlage) in vollem Umfang, da er die ihm obliegende Sorgfaltspflicht in besonderem Maße außer Acht gelassen hat.

Kommt ein Schüler während einer Rangelei oder körperlichen Auseinandersetzung in der Schule zu Schaden und dem Aufsichts führenden Lehrer wird grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen, so wird für den entstandenen Schaden (Schmerzensgeld, Behandlungskosten, gegebenenfalls Therapie) Regress auf den Lehrer genommen.

Wichtig ist: Immer die Dienstschlüssel mit versichern
Eine Diensthaftpflichtversicherung kommt für Sachschäden und Personenschäden bis zur vertraglichen Deckungsgrenze auf und rettet Betroffene damit im Ernstfall vor dem Ruin. Gegen einen geringen Aufpreis kann der Verlust von Dienstschlüsseln mitversichert werden, die Versicherung ersetzt den Schaden dann bis zur vertraglich festgelegten Obergrenze.

Diese Beispiele zeigen überdeutlich das eine Diensthaftpflichtversicherung für Lehrer und Referendare durchaus Sinn macht. Vor dem Hintergrund, dass solche Verträge entweder zusätzlich zur Privathaftpflicht geschlossen werden können (Kosten belaufen sich auf ca. 15-19 € pro Jahr) oder diese in den bestehenden Privathaftpflichtversicherungsvertrag eingeschlossen werden können sollte hierüber nicht lange nachgedacht werden. Vergewissern Sie sich baldmöglichst dass dieser Schutz entweder schon vorhanden ist oder beschaffen Sie sich diesen kurzfristig.

Die Experten von Info-Beihilfe helfen Ihnen selbstverständlich gerne weiter. – Kontakt

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