Wie hoch sollte eine Dienstunfähigkeitsversicherung sein?

Jeder Versicherte hat einen individuellen Bedarf, weshalb sich die optimale Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung nicht pauschalisieren lässt. Um den eigenen Bedarf zu ermitteln, müssen Beamte wissen, wie hoch ihr voraussichtliches Ruhegehalt sein wird. Im Idealfall sollte mit der Dienstunfähigkeitsversicherung die Versorgungslücke zwischen Ruhegehalt und bisherigem Einkommen geschlossen werden:

  • Vorhandenes Einkommen – Ruhegehalt = Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Höhe des Ruhegehalts wird anhand des Ruhegehaltsatzes und der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge ermittelt. Für jedes ruhegehaltfähige Dienstjahr beträgt der Satz 1,875 Prozent bis maximal 71,75 Prozent. Das volle Ruhegehalt erhalten Beamte nach 40 Dienstjahren.

Für Beamte auf Lebenszeit besteht erst nach fünf Dienstjahren im Falle einer Dienstunfähigkeit ein Anspruch auf Ruhegehalt.

Eine entsprechend hohe Dienstunfähigkeitsrente sollten Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf absichern. Für sie besteht bei Dienstunfähigkeit noch kein Anspruch auf Ruhegehalt, weshalb sie im Krankheitsfall kein Einkommen haben. Die Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung sollte sich in voller Höhe an dem bisherigen Einkommen orientieren. Idealerweise mit der Option, die Leistung nach der Verbeamtung herabzusetzen.