Polizeidienstunfähig-Was kommt danach?

Polizeidienstunfähig

Polizeidienstunfähig – Was kommt danach?

Polizeibeamte tragen eine sehr große Verantwortung. Sie sorgen für die reibungslose Abwicklung im Straßenverkehr, helfen und ermitteln bei Straftaten und sorgen für die Sicherheit vieler anderer.

Aber wie sieht es mit der eigenen, individuell persönlichen Sicherheit für Sie als Polizeibeamten aus?
Was passiert wenn sie ihren Dienst nicht mehr ausüben können und als polizeidienstunfähig gelten?
Wie sieht die eigene Versorgung aus, was erhalten Sie an Bezügen von ihren Dienstherren?

Ihr Dienstherr hat eine „Alimentationspflicht“ und muss sie so im Rahmen des Beamtenversorgungsgesetzes gegen die Folgen einer Dienstunfähigkeit absichern, ebenso wie im Alter. Speziell für Polizeibeamte und Polizeianwärter (-innen) gibt es im Beamtenversorgungsgesetz spezielle Regelungen.

Polizeidienstunfähigkeit/Dienstunfähigkeit
Dienstunfähigkeit liegt, im Sinne einer beamtenrechtlichen Versorgung/Bestimmung, vor wenn der Beamte infolge einer Erkrankung, einer Schwäche, eines körperlichen Gebrechens oder einer sonstigen Erkrankung physischer wie psychischer Art nicht in der Lage ist seine Dienstpflicht dauernd nachzukommen-also dienstunfähig ist.
Die Polizeidienstunfähigkeit liegt vor wenn ein Polizeibeamter den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeivollzugsdienst nicht mehr genügt und auch nicht zu erwarten ist dass er seine Verwendungsfähigkeit in vollem um Fang innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder erlangt.

Diese Regelungen gelten auch für Teil-Dienstunfähigkeit Sinne des Beamtenversorgungsgesetzes.

So sieht Ihre Versorgungssituationen bei Polizeidienstunfähigkeit /Dienstunfähigkeit im Detail aus:

Beamte auf Widerruf / Beamtenanwärter (-innen) haben keine Versorgungsansprüche, da sie nicht in den Ruhestand versetzt werden können, sondern bei einer Dienstunfähigkeit/Polizeidienstunfähigkeit aus dem Polizeidienst entlassen werden. Durch das Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis erfolgt nun eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, was aber zu keiner, bzw. nur zu einer sehr geringen Versorgung führt da im ersten Ausbildungsjahr auch aus der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV) keine Leistung erbracht wird. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr erfolgt eine Leistung nur bei sehr erheblicher Erwerbsminderung! Die zu erwartende Erwerbsminderungsrente ist aber für den voraussichtlichen finanziellen Bedarf bei einem solchen Notfall in keinem Fall ausreichend. Es ist daher dringend anzuraten hier Vorsorge zu treffen.

Beamte auf Probe werden bei einer Polizeidienstunfähigkeit/Dienstunfähigkeit ebenfalls ohne Versorgungsanspruch aus dem Polizeivollzugsdienst entlassen und erhalten in der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV) eine Nachversicherung. Ein Versorgungsanspruch gegenüber dem Dienstherren entsteht ausdrücklich nur dann, wenn der Beamte auf Probe wegen eines Dienstunfalles in den Ruhestand versetzt wird. Die wirtschaftlichen Folgen sind mit denen des Beamtenanwärters vergleichbar. Auch hier wird dringend geraten eine private Vorsorge zu treffen!

Beamte auf Lebenszeit können bei Polizeidienstunfähigkeit/Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden und haben damit einen Anspruch auf ein Ruhegehalt im Sinne des Beamtenversorgungsgesetzes. Die Höhe dieser Ansprüche errechnet sich aus der zurückgelegten Dienstzeit. Somit ergibt sich in der Konsequenz gerade für junge Polizeibeamte nur geringe Versorgungsansprüche gegenüber Ihrem Dienstherrn. Die Versorgungsansprüche reduzieren sich durch Versorgungsabschläge (bis zu 10,8 %) wenn die Dienstunfähigkeit/Polizeidienstunfähigkeit auf Krankheit oder aber einem Unfall in der Freizeit beruht.

Als Ergebnis dieser Betrachtung wird schnell klar dass die Versorgung eines Polizeibeamten Lücken aufweist. Vor allem in jungen Jahren wird die Versorgung stark überschätzt. Die entstehenden Einkommensverluste können durch eine individuelle Vorsorge mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung aufgefangen werden. Auch hier gilt es mit einem weitverbreiteten Irrtum aufzuräumen, denn entgegen aller Aussagen sind private Verträge dieser Art nicht teuer, sondern durchaus erschwinglich sofern man vernünftig und objektiv die Angebote vergleicht und den richtigen Anbieter auswählt.
Durch die gezielte Absicherung gegen Polizeidienstunfähigkeit kann somit das wirtschaftliche Risiko minimiert werden.
Gerne ermitteln die Experten von Info-Beihilfe Ihnen unter Einbeziehung einer  Versorgungsanalyse Ihre individuelle Versorgungslücke. So ist sichergestellt das sie bei Ausscheiden aus dem Dienst optimal abgesichert sind!

Sprechen Sie uns an und nutzen Sie unser Kontaktformular oder die kostenfreie Servicerufnummer: 0800/5862553. Die Experten von Info-Beihilfe helfen Ihnen gerne mit weiteren  Informationen oder einem unabhängigen und kostenlosen Vergleich der Angebote weiter. – Kontakt

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