Referendariat im Lehramt im Bundesland Bayern

Lehramtsreferendariat am Gymnasium in Bayern

Das Referendariat dauert zwei Jahre. Der Beginn ist zum vollen Schuljahr als auch zum Halbjahr möglich. Bei Beginn zum Halbjahr liegt der Vorteil darin, dass man bessere Chancen hat, das ganze Schuljahr in einer Einsatzschule zu bleiben.

Erster Abschnitt:
Seminarschule. Hospitationen (erste Wochen), danach Übernahme von Klassen der Seminarlehrer (ständige Überwachung des Unterrichts).
Unterrichtsstunden fünf bis acht pro Woche.
Zeitgleich Seminarsitzungen zu Schulkunde, politische Bildung, Pädagogik, Psychologie und in den beiden (bzw. drei) Unterrichtsfächern.
Ablegen der 1. Lehrprobe gegen Ende des ersten Abschnitts.

Zweiter Abschnitt:
Ein Jahr Einsatzschule. Die Referendare kommen an ein beliebiges Gymnasium in Bayern, das Bedarf in ihren Fächern hat und unterrichten dort eigenverantwortlich wie ein normaler Lehrer (ohne dauernde Überwachung).
Wochenstundenzahl 10 bis 17. Pro Fach begleitet von einem Betreuungslehrer, der am Ende auch die Beurteilung des Abschnitts mit verfasst.
Ablegen der zweiten Lehrprobe, meist am Ende des zweiten Drittels des Abschnitts (Bei Beginn zum vollen Schuljahr etwa Mai/Anfang Juni).
Anfertigen einer zweiten Zulassungsarbeit (in der Regel parallel zur unterrichtspraktischen Arbeit).
Grundsätzlich ist zum Halbjahreswechsel ein Schulwechsel möglich, wird aber nach Möglichkeit vermieden.
Referendare, die ihre Einsatzschule zum Zwischenzeugnis beginnen, müssen in der Regel öfter die Schule wechseln als diejenigen, die mit dem neuen Schuljahr beginnen konnten.

Dritter Abschnitt:
Das letzte halbe Jahr wird wieder an der Seminarschule verbracht.
Übernahme von Klassen der Seminarlehrer und eigenverantwortlicher Unterricht.
Fünf bis zehn Wochenstunden. Seminarsitzungen.
Dritte Lehrprobe ziemlich bald (nach zwei Monaten), Beginn der Abschlussexamina (mdl. Prüfungen in allen Seminarfächern).

Im Rahmen personeller Probleme wird aktuell über eine Umgestaltung des Referendariats nachgedacht, was v. a. den dritten Abschnitt betreffen würde. Konkrete Maßnahmen sind noch nicht verlautet.

Lehramtsreferendariat an den beruflichen Schulen
Das Referendariat dauert zwei Jahre und beginnt mit Schuljahresbeginn.

Erster Abschnitt:
Neben 10 Wochenstunden Hospitationen, Hörstunden und Lehrversuche (ab siebtem Monat (Halbjahr) als eigenverantwortlicher Unterricht; früher ist möglich) an Seminarschulen, erfolgt die Ausbildung durch 20 eintägige Seminarveranstaltungen am Studienseminar.
In der beruflichen Fachrichtung zusätzlich wöchentliche, im Zweitfach zweiwöchentliche Fachsitzungen.
Ab dem siebten Ausbildungsmonat sind in der beruflichen Fachrichtung sowie im Zweitfach je eine 45-minütige Lehrprobe abzulegen.
Ab dem zehnten Ausbildungsmonat ist eine Hausarbeit anzufertigen.

Zweiter Abschnitt:
Unterrichtspraxis an der Einsatzschule: Mindestens 11 Wochenstunden eigenverantwortlicher Unterricht, außerdem 1 Seminarveranstaltungen pro Woche an einem festen Wochentag. Maximal sind 17 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht möglich. Parallel dazu wird die Hausarbeit für das 2. Staatsexamen geschrieben. Darüber hinaus übernimmt der Referendar im 2. Jahr die Klassenleitertätigkeit für eine Klasse.

Insgesamt werden im Referendariat mindestens 12 Unterrichtsbesuche (45 Min.) durchgeführt.

Lehrproben, Hausarbeit, mündliche Prüfungen in Erstfach und Zweitfach sowie in staatsbürgerlicher Kunde und Schulrecht, Kolloquium und Beurteilung (bestehend aus den Teilen Unterrichtskompetenz, Erziehungskompetenz sowie Handlungs- und Sachkompetenz) ergeben die Abschlussnote für das Zweite Staatsexamen.

Lehramtsreferendariat in der Realschule

Wie am Gymnasium dauert das Referendariat zwei Jahre, beginnt aber ausschließlich zum Schuljahresbeginn (seit 2005).

Erster Abschnitt:
Seminarschule. Hospitationen (erste Wochen), danach Übernahme von Klassen der Seminarlehrer (ständige Überwachung des Unterrichts). Unterrichtsstunden 5 bis 8 pro Woche. Zeitgleich Seminarsitzungen zu Schulkunde, politische Bildung, Pädagogik, Psychologie und in den beiden (bzw. drei) Unterrichtsfächern. Ablegen der 1. Lehrprobe zwischen Dezember und Februar.
Die zweite Lehrprobe findet dann zwischen März und Mai statt. Im 2. Halbjahr können Referendare gelegentlich auch „eigenverantwortlichen Unterricht“ bei Lehrermangel an der Schule übernehmen. Hier entfällt die dauernde Überwachung, die Seminarlehrer hospitieren nur sporadisch. Einzig die schriftlichen Leistungsnachweise müssen mit dem Seminarlehrer besprochen werden.

Zweiter Abschnitt:
Ein Jahr Einsatzschule. Die Referendare kommen an eine beliebige staatliche Realschule in Bayern, die Bedarf in ihren Fächern hat und unterrichten dort eigenverantwortlich wie ein fertiger Lehrer (ohne dauernde Überwachung). Wochenstundenzahl 11 bis 17. Pro Fach begleitet von einem Betreuungslehrer, der am Ende auch die Beurteilung des Abschnitts mit verfasst. Ablegen der dritten Lehrprobe zwischen März und Mai. Im Rahmen von ein- bis dreitägigen Seminartagen (insgesamt 10–12) kehren die Referendare an ihre Seminarschule zurück, absolvieren dort Seminarsitzungen, Lehrversuche und die mündlichen Prüfungen des zweiten Staatsexamens.

Lehramtsreferendariat am Förderzentrum

Wie an Realschule und Gymnasium dauert das Referendariat zwei Jahre. Im Gegensatz zu diesen beiden Schulen findet das gesamte Referendariat an einer Einsatzschule statt.

Erster Abschnitt:
Einsatzschule. 8 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht. Zwei Mal wöchentlich Seminar an Seminarschule bzw. anderen Einsatzschulen.

Zweiter Abschnitt:
Einsatzschule. 16 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht. Zwei Mal wöchentlich Seminar an Seminarschule bzw. anderen Einsatzschulen. Meistens Übernahme der Klassenleitung. Ablegung von drei Lehrproben, Mündliche Prüfungen, Hausarbeit für das zweite Staatsexamen.

Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Lehramtsreferendariat

Krankenversicherung für Referendare
>Anders als ein Arbeitnehmer erhält ein Referendar keinen Zuschuss zur Krankenversicherung. Dies liegt daran das ein Referendar beihilfeberechtigt ist.

Somit werden, gemäß Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes zumindest 50% der Gesundheitskosten von dem Dienstherren als Versorgung in Form von Beihilfe getragen. der Rest muss mittels eigener Krankenversicherung abgesichert werden. Diese Restkostenversicherung ist Pflicht.

Es besteht zwar die Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, jedoch ist die private Krankenversicherung in den meisten Fällen aus wirtschaftlicher Sicht kostengünstiger und zudem mit besserer Leistung versehen.
Grund hierfür ist das die gesetzliche Krankenversicherung keine anteilige Versicherung bietet sondern nur den 100% Schutz. Das bedeutet aber dann das der Referendar auf die Zuwendung des Dienstherren verzichtet und die Beiträge zur gesetzlichen Kasse in vollem Umfang allein tragen muss. Inklusive Pflegeversicherung kommt man so auf 180,- bis 200,- Euro, während die privaten Versicherungen zwischen etwa 60,- und 120,- Euro erheben, je nach Eintrittsalter.

Wichtig ist das die Gewährung der Anwärtertarife nur bis zu bestimmten Altersgrenzen erfolgen. Dies ist in aller Regel das 34. Lebensjahr, allerdings gibt es auch Anbieter die das 36. oder 38. Lebensjahr als Grenze festgelegt haben.

Auch der Vergleich von Beitrag und Leistung macht Sinn, denn zwischen den ca 50 privaten Anbietern besteht ein oft großer Leistungsunterschied. Generell gilt das jeder Vertrag individuell verglichen werden sollte. Empfehlungen von Kollegen und Kommilitonen sind zwar gut gemeint, helfen aber nur wenig und stellen bestenfalls Indizien dar.

Gerne erstellen wir Ihnen eine >kostenfreie und unverbindliche Übersicht der verfügbaren Anbieter und errechnen Beiträge und Leistungsunterschiede für Sie als Referendar.
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