Informationen zum Lehramtsreferendariat Baden-Württemberg

Das Lehramtsreferendariat in Baden-Württemberg (BW). Alles zum Vorbereitungsdienst
Das Lehramtsreferendariat in Baden Württemberg dauert eineinhalb Jahre und wird nur an einer Schule absolviert. Der Vorbereitungsdienst (früher mit einer Dauer von zwei Jahren) für Referendare ohne Praxissemester wird seit 2008 nicht mehr durchgeführt.

Eineinhalbjähriger Vorbereitungsdienst

Der eineinhalbjährige Vorbereitungsdienst beginnt seit 2005 immer im Januar. Der erste Unterrichtstag beginnt nach den Weihnachtsferien. Für Lehramtsstudenten mit dem Fach Sport ist ein mindestens dreimonatiges Vereinspraktikum mit mindestens 24 Übungsdoppelstunden oder eine Trainerlizenz oder Übungsleiterlizenz vorgeschrieben.

Referendare, die an beruflichen Schulen ausgebildet werden, benötigen eine für die jeweilige Fachrichtung abgeleistete einschlägige Betriebspraxis bzw. Berufspraxis von 52 Wochen als Voraussetzung.
Für Bewerber mit einer wissenschaftlichen Prüfung für die allgemeinbildenden Gymnasien ist dieses Praxiserfordernis auf 13 Wochen reduziert.

Seiteneinsteiger ins Lehramtsreferendariat

Für Seiteneinsteiger ins Lehramtsreferendariat mit Hochschulabschluss (Diplom oder Master) in Chemie, Informatik, Mathematik, Physik oder Magister in Latein muss ein zweites Fach aus dem Studium (in der Regel werden Physik, Mathematik, Chemie, Deutsch oder Geschichte anerkannt) abgeleitet werden können. Für eine Anerkennung müssen als Beifach 30 Semesterwochenstunden und für ein Hauptfach (Lehrbefähigung für alle Stufen) 50 Semesterwochenstunden (kurz SWS) nachgewiesen werden. Bei Seiteneinsteigern an beruflichen Schulen wird ebenfalls eine Anerkennung mit 30 SWS in affinen und mit 50 SWS in nichtaffinen Fächern vorgenommen.

Seit 2009 gilt dass die Bewerber, wegen der angespannten Bewerbersituation an Gymnasien, mit einem der Fächer Chemie, Mathematik oder Physik beliebige Fächerkombinationen auswählen können.

Studienreferendar (erstes Halbjahr)

Im ersten Halbjahr (Dienstbezeichnung Studienreferendar) werden Unterrichtsbesuche und Abhalten von einzelnen Unterrichtsabschnitten, möglichst in allen Jahrgangsstufen und unter der Anleitung eines Ausbildungslehrers vorgenommen. Hierzu muss parallel einmal in der Woche an Unterrichtsveranstaltungen an einem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung teilgenommen werden. Diese beziehen sich auf allgemeine Didaktik und Fachdidaktik für die jeweiligen Fächer. Ferner wird am Seminar Schulrecht und Beamtenrecht und an der Schule Schulkunde unterrichtet. Die Note wird auf dem Zeugnis angegeben, fließt aber nicht in das Gesamturteil ein.

Im zweiten und dritten Halbjahr hält der Referendar/die Referendarin eigenverantwortlich Unterricht ab (Umfang: 9–12 Wochenstunden) und teilweise auch noch begleiteten Unterricht. Der eigenständige Unterricht wird aber dennoch häufig von einem Ausbildungslehrer besucht und mit dem Referendar besprochen. Auch in diesem Abschnitt soll der Referendar in allen Stufen Unterricht halten.

Prüfungen:

Lehramtsreferendariat Baden-Württemberg
Am Ende des dritten Halbjahres erfolgt eine Prüfung in Form eines Unterrichtsbesuches, eine mündliche Prüfung in allgemeiner und Fachdidaktik, die schriftliche Dokumentation einer Unterrichtseinheit und die Bewertung durch den Schulleiter. All diese Prüfungen bilden die Laufbahnprüfung für das höhere Lehramt an Gymnasien und berechtigen die Berufsbezeichnung „Assessor des Lehramts“ zu führen. Eine Einstellung ist damit aber nicht automatisch verbunden.

Die praktische Prüfung wird für einen bestimmten Zeitraum angekündigt, für welchen der Referendar eine Übersicht über die behandelten Themen abzugeben hat. Das zuständige Regierungspräsidium sucht aus diesen Terminen einen aus, teilt ihn dem Referendar mit und beauftragt als Erstprüfer einen geeigneten Lehrer (in der Regel einen Fachberater), zweiter Prüfer ist ein Ausbildungslehrer des Seminars.

Dauer des Referendariats

18 Monate

Rechtliche Grundlage

Landesbeamtengesetz (LBG)

Schulformen

Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Integrierten Sekundarschulen, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an beruflichen Schulen

Bewerbungsfrist

15. Juni des Vorjahres wenn beabsichtigter Beginn des Vorbereitungsdienstes Januar
01. September  des Vorjahres

Einstellungstermine

Erster Schultag im Januar

Lehramt Sonderpädagogik:
Erster Schuljahr im Februar

Altershöchstgrenze für die Verbeamtung
42 Jahre

Beihilfebemessungssatz /  Krankenversorgung
Beihilfeberechtigter 50% , Kind 80%,  In einigen Bundesländern gelten andere  Beihilfe-Sätze.
Informationen zu den Bemessungssätzen zur Beihilfe der Länder finden Sie  …hier

Anwärterbezüge:

Lehramtsreferendariat Baden-Württemberg
Informationen zur Beamtenbesoldung finden Sie hier unter Besoldungstabellen.

Bezüge nach dem Referendariat – A13

(durchschnittlich)
57.349,80 €  (DGB Besoldungsbericht)

Abschlüsse: Staatsprüfung –  Bachelor – Master

Lehramtsreferendariat Baden-Württemberg
1. und 2. Staatsprüfung

Einstellungsbedarf

Lehramtsreferendariat Baden-Württemberg

  • Im Grundschullehramt geht der Bedarf zurück, so das  eine geringere Studienanfängerzahl als bisher ausreichend sein wird.
  • Im Lehramt Hauptschulen, Realschulen und Werkrealschulen,  liegt die Anzahl der aktuellen Studienanfänger  insgesamt leicht über dem Bedarf.
    Folgende Fächer sind überbelegt:
    Geschichte, Geografie, Alltagskultur, Gesundheit und Biologie.
    Für folgende Fächer besteht Bedarf:
    Kunst, Sport, Physik, Mathematik, Musik, Deutsch und Englisch
  • Im Lehramt Sonderpädagogik entspricht die Studienanfängerzahl insgesamt in etwa dem Bedarf.
  • Im  höhere Lehramt an beruflichen Schulen besteht voraussichtlich auch weiterhin Bedarf an Lehrkräften und bietet gute Einstellungschancen.

Ausführliche Informationen zu Einstellungschancen für Lehrer in Baden-Württemberg, bzw. den Bericht zum Einstellungsbedarf in Zahlen finden Sie unter Kultusportal Baden-Württemberg

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Referendariat nach Bundesländern – Lehramt 

Ratgeber Referendariat

 

 

 

Krankenversicherung für Referendare

Anders als ein Arbeitnehmer erhält ein Referendar keinen Zuschuss zur Krankenversicherung. Dies liegt daran das ein Referendar beihilfeberechtigt ist.

Somit werden, gemäß Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes zumindest 50% der Gesundheitskosten von dem Dienstherren als Versorgung in Form von Beihilfe getragen. der Rest muss mittels eigener Krankenversicherung abgesichert werden.
Diese Restkostenversicherung ist Pflicht.

Es besteht zwar die Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, jedoch ist die private Krankenversicherung in den meisten Fällen aus wirtschaftlicher Sicht kostengünstiger und zudem mit besserer Leistung versehen.

Grund hierfür ist das die gesetzliche Krankenversicherung keine anteilige Versicherung bietet sondern nur den 100% Schutz. Das bedeutet aber dann das der Referendar auf die Zuwendung des Dienstherren verzichtet und die Beiträge zur gesetzlichen Kasse in vollem Umfang allein tragen muss. Inklusive Pflegeversicherung kommt man so auf 180,- bis 200,- Euro, während die privaten Versicherungen zwischen etwa 60,- und 120,- Euro erheben, je nach Eintrittsalter.

Wichtig ist das die Gewährung der Anwärtertarife für Referendare nur bis zu bestimmten Altersgrenzen erfolgen. Dies ist in aller Regel das 34. Lebensjahr, allerdings gibt es auch Anbieter die das 36. oder 38. Lebensjahr für Referendare als Grenze festgelegt haben.

Vergleich von Beitrag und Leistung

Auch der Vergleich von Beitrag und Leistung macht Sinn, denn zwischen den ca 50 privaten Anbietern der sogenannten Beihilfeergänzungsversicherung besteht ein oft großer Leistungsunterschied.
Deshalb ist es wichtig das jeder Vertrag individuell verglichen wird.
Empfehlungen von Kollegen und Kommilitonen sind zwar gut gemeint, helfen aber nur wenig und stellen bestenfalls Indizien dar.

Gerne erstellt Ihnen ein Spezialist von Info-Beihilfe eine kostenfreie und unverbindliche Übersicht der verfügbaren Anbieter und errechnen Beiträge und Leistungsunterschiede für Sie als Referendar.
Fordern Sie Ihre persönliche Übersicht für Referendare jetzt hier bei uns an

 Referendariat nach Bundesländern Info …hier