Lehrer als Vorbild – prägend für Schüler

Lehrer als Traumberuf

Lehrer als Vorbild – prägend für Kinder

Lehrern kommt bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen in das Erwachsenenleben eine bedeutsame Rolle zu. Sie sind nicht nur Wissensvermittler, sondern auch Vorbilder. Es gibt bestimmte Grundsätze, deren Befolgung für einen Lehrer hilfreich sein können, wenn es darum geht, die Vorbild-Rolle möglichst ideal auszufüllen und die damit zusammenhängende Verantwortung zu übernehmen.

1. Die Wahl der Umgangsformen

Gute Lehrer legen nicht nur Wert darauf, dass ihre Schüler den vermittelten Stoff richtig lernen. Sie achten auch auf gute, von Höflichkeit geprägte Umgangsformen. Dazu gehört auch eine Streitkultur, die ohne gegenseitige Herabsetzung auskommt. Lehrer, die Vorbilder sind, verwenden keine Schimpfwörter und keine Begriffe aus der Jugendsprache.
Sie sind damit ein wertvoller Kontrast zum Umgang mit anderen Kindern beziehungsweise Jugendlichen, von denen ihre Schüler ansonsten geprägt werden.
Wichtig ist, dass Lehrer nur das erwarten, was sie selbst geben. Sie verlangen Respekt, erweisen diesen aber auch den Schülern gegenüber.

2. Zuspruch und ein positives Selbstbild

Viele Kinder und Jugendliche orientieren sich nicht nur an Klassenkameraden, sondern auch an „Vorbildern“ aus den Medien. Gerade Mädchen wird dabei vermittelt, dass sie bestimmte Ideale zu erfüllen haben. Dies kann sich nachteilig auf ein positives Selbstbild und die Selbstliebe auswirken. Ein hoher Selbstwert ist ein wichtiger Faktor für den Lebenserfolg. Ein guter Lehrer ist in der Lage, einen hohen Selbstwert zu vermitteln. Das geschieht auf zwei verschiedene Arten. Er vermittelt seinen Schülern, dass er sie so annimmt, wie sie sind. Das bedeutet nicht, dass ein Lehrer mit allen Handlungen und Ansichten seiner Schüler einverstanden sein muss. Er geht allerdings mit anderen Meinungen ohne Herabsetzung um. Weiterhin zeigt ein guter Lehrer aber auch, dass er sich selbst mag. Er lässt sich nicht verunsichern, sondern zeigt, dass er mit sich selbst als Mensch einverstanden ist. So vermittelt er, wie Selbstliebe funktioniert und ist auch in dieser Hinsicht ein gutes Vorbild.

3. Den Beruf ernst nehmen

Ein guter Lehrer verlangt nur das von seinen Schülern, was er auch selbst zu geben bereit ist. Er geht gut vorbereitet in den Unterricht und ist dabei in der Lage, ein umfangreiches Fachwissen zu vermitteln. Schlampigkeit lässt er nicht gelten – nicht nur bei seinen Schülern, sondern vor allem auch bei sich selbst. So vermittelt er als Vorbild die richtige Einstellung zum Beruf.

4. Hilfsbereitschaft und soziale Kompetenz

Lehrer können zu wichtigen Ansprechpartnern für Kinder und Jugendliche werden. Hierfür müssen sie bereit sein. Die soziale Verantwortung ist ein wesentlicher Teil des Lehrerberufs. Lehrer sollten nicht einfach über Probleme ihrer Schüler hinwegsehen, sondern das Gespräch anbieten und dabei auch tatsächliche Hilfe leisten, wenn sie gebraucht wird. Weiterhin zeigt er auch in anderen Zusammenhängen soziale Kompetenz. Zum Beispiel lästert er nicht vor der Klasse über seine Kollegen oder sogar über anwesende oder nicht anwesende Schüler. Er zeigt, dass ihm Beziehungen wichtig sind und dass er Freundschaften pflegt.

5. Sich selbst gut behandeln

Ein Lehrer ist auch im Umgang mit sich selbst ein gutes Vorbild. Er kleidet sich angemessen und pflegt sich, ohne dabei der Jugendkultur anzuhängen. Auch in dieser Hinsicht zeigt er ein positives Selbstbild und Selbstakzeptanz – Eigenschaften, die für viele Kinder und Jugendliche in der heutigen Zeit von zentraler Bedeutung sind.