Lehrer beklagen schlechte Arbeitsbedingungen

Lehrer beklagen schlechte Arbeitsbedingungen

Lehrer beklagen schlechte Arbeitsbedingungen

Wie in vielen Bundesländern fehlen auch in Hessen zu Schulbeginn an vielen Grundschulen Lehrer. Die Landesregierung beklagt das es an ausreichenden Bewerbern mangelt. Bei den teilweise bescheidenen Arbeitsbedingungen für Lehrer wundert dies kaum.

Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) legte gestern in Wiesbaden ihren Forderungskatalog für bessere Arbeitsbedingungen von Lehrern an Hessens Schulen vor.

Um eine hochwertige Schulbildung sicherzustellen, fordert die GEW Hessen von der Landesregierung bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und das gesamte pädagogische Personal.

Die GEW bemängelt, dass die hessischen Grundschullehrerinnen und -lehrer im Bundesländervergleich nicht besonders gut bezahlt werden – und zwar insbesondere dann, wenn die Arbeitszeit mit berücksichtigt wird.
Bisher streitet die Landesregierung dies aber ab.
Nach eigenen Berechnungen sieht sich die GEW, so die Landesvorsitzende Birgit Koch, in ihrer Aussage bestätigt: „Wir haben modellhaft berechnet, was eine Grundschullehrerin in 40 Berufsjahren in den Bundesländern jeweils verdient, und haben auch die unterschiedlichen Arbeitszeiten einbezogen. Für Hessen haben wir dabei die aktuelle Reduzierung der Pflichtstundenzahl berücksichtigt. Insgesamt weichen die einzelnen Bundesländer um bis zu fünf Prozent nach oben oder unten vom Mittelwert ab. Am besten ist das Ergebnis von Bayern, dagegen liegt Hessen um 0,8 Prozent unter dem Länderdurchschnitt. Hierbei spielt insbesondere die relativ hohe Lebensarbeitszeit eine wichtige Rolle.“

Besoldung aller Lehrkräfte nach A13
Maike Wiedwald: „Die GEW fordert seit mehreren Jahrzehnten die Besoldung aller Lehrkräfte nach A13. Diese Forderung zielt auf den Grundschulbereich, in dem der Frauenanteil bei rund 90 Prozent liegt. Da die Arbeit in der Grundschule als gleichwertig mit Lehrtätigkeiten an anderen Schulformen angesehen werden kann, ist die geringere Besoldung nach A12 nicht zu rechtfertigen – sie ist aufgrund des angesprochenen hohen Frauenanteils sogar als mittelbare geschlechtliche Diskriminierung anzusehen!“
Bei einer hierzu durchgeführten Berechnung , wieder ausgehend von einer 40jährigen, ununterbrochenen Berufstätigkeit kommt die GEW zu folgendem Ergebnis:
Die Differenz zwischen A12 und A13 beträgt in Hessen bei einem Einkommen über 40 Jahre für das Bruttogehalt  ca. 250.000 Euro und für das Nettogehalt ca. 150.000 Euro.

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