A – Lexikon Krankenversicherung

Abdingung
Als Abdingung wird eine von der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abweichende Vereinbarung zur Höhe des ärztlichen Honorars bezeichnet.
Der behandelnde  Arzt kann, wenn er es mit dem Privatpatienten abgesprochen hat dann eine höhere Gebühr als die in der Gebührenordnung vorgesehene berechnen.

Ablehnung
Der Kranken-Versicherer kann auch ohne Begründung einen Antrage zur privaten Krankenvollversicherung ablehnen.

Ablehnungsdiagnosen
Erkrankungen, die nicht versicherbar sind werden  im Versicherungswesen als Ablehnungsdiagnose bezeichnen. Eine Ablehnungsdiagnose führt  unmittelbar zu einer Annahmeverweigerung.

Abrechnungsprinzip der privaten Krankenversicherung (PKV)
Das Abrechnungsprinzip der privaten Krankenversicherung (PKV ) beruht auf dem Prinzip der Kostenerstattung.

Abrechnungssätze der privaten Krankenversicherung (PKV)
In der der privaten Krankenversicherung (PKV )  sind die Abrechnungssätze durch die GOÄ und GOZ gesetzlich festgelegt. Ärzte  welche Privatpatienten behandeln dürfen nach ihrem tatsächlichen Aufwand abrechnen.

Abschlusskosten
Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung werden Abschlusskosten fällig. Die Abschlusskosten setzen sich aus Kosten für Risikoprüfungen, bearbeiten des  Antrages, Provisionen u.s.w. zusammen.

Abschlusskostenquote der privaten Krankenversicherung (PKV)
In einem Versicherungsunternehmen bringt die Abschlusskostenquote rechnerisch zum Ausdruck, mit welchem Kostenaufwand neue Verträge abgeschlossen werden.

Adoption
Bei der Versicherung eines adoptiertes Kind gilt der Kontrahierungszwang leicht abgewandelt. Für Behinderungen können z.B. Risikozuschläge verlangt werden.

Aktuar
Ein Aktuar prüft  versicherungstechnischen Unternehmensvorgänge  im Versicherungsunternehmen .

Akupunktur
Die Behandlungskosten der Akupunktur werden von der privaten Krankenversicherung erstattet.

Alkoholklausel
Die meisten Anbieter einer private Krankenversicherung verzichten auf die Alkoholklausel.

Allgemeine Krankenhausleistungen
Die allgemeinen Krankenhausleistungen sind für alle gesetzlich Krankenversicherten und alle privat Versicherten die nur einen Basistarif  haben  gleich.

Allgemeine Versicherungsbedingungen
Allgemeine Versicherungsbedingungen sichern in einem Bereich der Versicherungen brancheneinheitliche Standards. Sie sind Bestandteil des Versicherungsvertrages.

Allgemeine Wartezeiten in der privaten Krankenversicherung (PKV)
Bei einem Wechsel gibt es allgemeine Wartezeiten. Bei einem nahtlosen Übertritt von einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung zu einem privaten Krankenversicherer werden aber die bereits zurückgelegten Vorversicherungszeiten auf die Wartezeiten in der Kranken-Vollversicherung angerechnet. Bereits eingetretene Ereignisse können nicht mehr durch eine Versicherung versichert werden.

Allgemeinärztliche Behandlung
Die allgemeinärztliche Behandlung ist für alle gesetzlich Krankenversicherte und privat Versicherte die nur einen Basistarif abgeschlossen haben, die  Grundversorgung.

Alternative Heilmethoden
Definition der Alternative Heilmethoden in der privaten Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung (PKV) erfolgen Leistungen und Erstattung abhängig vom Tarif.

Altersrückstellung
Mit der Altersrückstellung sichert die Private Krankenversicherung die Bezahlbarkeit und Stabilität der Beiträge für ihre Versicherten auch im Alter.

Altersrückstellungsquote
Die Altersrückstellungsquote dient als Versicherung für das Alter, damit ein weiteres ansteigen der Krankenversicherungsbeiträge aufgrund des erhöhten Krankheitsrisikos im Alter vermieden wird.

Altersteilzeit
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die private Krankenversicherung (PKV) aufgrund Altersteilzeit  gekündigt werden. Dies ist aber nicht die Regel.

Ambulante Behandlung
Krankenversicherer  ziehen eine ambulante Behandlung  einem stationären Aufenthalt vor. Sie empfehlen aus Kostengründen, Operationen ambulant durchzuführen.

Ambulante Operation
Bei vielen Erkrankungen ist eine ambulante Operation durch Ärzte in einer Praxis oder in der Klinik möglich.

Ambulante Pflege
Um als gesetzlich oder privat Versicherter die Kosten einer ambulante Pflege erstatten zu bekommen muss eine  ärztliche Verordnung vorliegen.

Ambulante Zusatzversicherung
Ambulante Zusatzversicherungen gewährleisten eine medizinische Versorgung auf dem Niveau von Patienten die privat versichert sind.

Anfechtung
Ein Vertrag wird für nichtig erklärt  wenn von der Anfechtung erfolgreich Gebrauch gemacht, wird . Das Rechtsgeschäft wird betrachtet, als wenn es nie abgeschlossen worden wäre.

Annahmeerklärung
Die Annahmeerklärung eines privaten Krankenversicherers bescheinigt einem Antragsteller, dass sein Antragsersuchen auf Mitgliedschaft angenommen wurde.

Annahmepflicht
Seit der Gesundheitsreform von 2007 gibt es auch in der privaten Krankenversicherung eine Annahmepflicht. Im Basistarif muss jeder versichert werden der dies wünscht.

Annahmerichtlinien
Alle private Krankenversicherungsgesellschaften legen Annahmerichtlinien fest. Diese benennen einen versicherbaren Personenkreis und auch die jeweiligen Versicherungsrisiken.

Anrechnungsbetrag
Der Anrechnungsbetrag bezeichnet die Differenz zwischen den aktuell zu zahlenden Beiträgen und den Beiträgen, die ein privat Versicherter bei einem Neuabschluss bezahlen würde. Der Anrechnungsbetrag steht bei der PKV für den Gegenwert zur bisher aufgebauten Altersrückstellung.

Anschlussheilbehandlung (AHB)
Die Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgt wie der Name schon sagt unmittelbar in Anschluss einer akuten, stationären Behandlung im Krankenhaus. Die Anschlussheilbehandlung (AHB) soll die vollständige Genesung eines Patienten erreichen.

Antragsablehnung
Eine private Krankenversicherung kann die Antragstellung eines neuen Versicherten ablehnen. Eine Antragsablehnung erfolgt z.B.  wenn ein erhöhtes Gesundheitsrisiko vorliegt.

Antragsannahme
Vor der Aufnahme in eine private Krankenversicherung muss  ein Antrag durch den Interessenten gestellt werden. Ein Versicherungsvertrag kommt erst durch Antragsannahme zustande.

Antragsbindefrist
Die Antragsbindefrist von einem Monat gilt bei allen PKV-Neuverträgen. Handelt es sich nur um eine Vertragsänderung beträgt die Widerrufsfrist nur 14 Tage.

Antragsmodell
Beim Antragsmodell erhält der Kunde nicht erst mit der Police vertragsrelevante Bestimmungen. Diese liegen bereits vor der Antragsunterzeichnung vor.


Antragsprüfung
Durch die Antragsprüfung wird geprüft ob der Antragsteller  die Voraussetzungen für die private Krankenversicherung (PKV) erfüllt.

Antragstellung
Ohne Antragstellung zur PKV ist die Mitgliedschaft beim Krankenversicherer nicht möglich. Eine Annahmeerklärung begründet die beiderseitige Willenserklärung.

Anwartschaftsdeckungsverfahren
Ein Anwartschaftsdeckungsverfahren sichert konstante Beiträge in der privaten Krankenversicherung ohne eine Beitragsanpassung verhindern zu können.

Anwartschaftsversicherung
Die Anwartschaftsversicherung stellt einen Versicherer von der Leistung frei. Die Leistungspflicht beginnt nach Ablauf der Anwartschaftszeit.

Anzeige im Versicherungsfall
Durch die Anzeige im Versicherungsfall erhält ein privater Krankenversicherer von seinem Mitglied mitgeteilt, dass ein versichertes Ereignis eingetreten ist.

Anzeigepflicht
Die Anzeigepflicht ist eine vorvertragliche Pflicht des Versicherten, der privaten Versicherung alle Fragen zum Gesundheitsrisiko zu beantworten.

Anzeigepflichtverletzung
Bei der Anzeigepflichtverletzung kommt der Versicherte einer oder mehrerer seiner Pflichten bezüglich des bestehenden Vertragsverhältnisses nicht nach.

Arbeitgeberwechsel
Das Thema Arbeitgeberwechsel und PKV kommt auf, wenn ein Arbeitsplatzwechsel ansteht, bei dem der neue Verdienst über der Jahresarbeitsverdienstgrenze liegt.

Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst
Die Krankenversicherung für Beamte ist gesondert geregelt. Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss wie z. B. Angestellte.

Arbeitnehmer
Für Arbeitnehmer gelten für die PKV bestimmte Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft. Vor allem das Einkommen muss eine Grenze übersteigen.

Arbeitslosigkeit PKV
Beim Eintreten der Arbeitslosigkeit von PKV Versicherten tritt in der Regel mit der Bewilligung des Arbeitslosengeldes automatisch die Versicherungspflicht ein.

Arbeitsunfall
Die private Krankenversicherung leistet auch bei einem Arbeitsunfall. Zu prüfen ist der Anspruch an die Sozialleistungsträger.

Arzneimittel
Für Arzneimittel gelten in der gesetzlichen und in der privaten Krankenversicherung besonders hinsichtlich der Kostenerstattung unterschiedliche Regelungen.

Arztrechnung
Die Arztrechnung erhalten Privatversicherte aufgrund der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen. Nach der Prüfung erstattet der Versicherer die Kosten.

Arztwahl
Die Arztwahl ist in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung unterschiedlich. Für privat Versicherte bestehen keine Einschränkungen.

Aufnahmehöchstalter zur PKV
Wer Mitglied einer privaten Krankenversicherung werden möchte, muss ein vom Versicherer je nach Tarif festgelegtes Aufnahmehöchstalter zur PKV beachten.

Aufnahmevoraussetzungen
Vor dem Eintritt in die private Krankenversicherung müssen Versicherte einige Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, denn nicht jeder kann sich privat versichern.

Aufrechnung
Eine Aufrechnung bei der PKV ist nur möglich, wenn die Gegenforderung des Versicherungsnehmers auch vor dem Gesetz zweifelsfrei bewiesen ist.

Aufsichtsbehörde der PKV
Die Aufsichtsbehörde der PKV ist die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Sie ist für die Kontrolle privater Krankenversicherer zuständig.

Auslandsaufenthalt
Für Privat-Versicherte mit dem Zusatz Auslandskrankenversicherung bleibt der Versicherungsschutz auch bei einem Auslandsaufenthalt bestehen.

Auslandsversicherungsschutz in der PKV
In der PKV erstreckt sich der Auslandsversicherungsschutz auf das europäische Ausland und mit der Weltgeltung auch auf das außereuropäische Ausland.

Auszahlung von Versicherungsleistungen
Die Auszahlung von Versicherungsleistungen ist in der privaten Krankenversicherung Bestandteil des Abrechnungsprinzips. Die Originalrechnung ist vorzulegen.

Außergewöhnliche Belastung
Eine außergewöhnliche Belastung in der PKV liegt vor, wenn die Aufwendungen für Krankheit ein normales Maß übersteigen.

Außerordentliche Kündigung
Die außerordentliche Kündigung ist unter bestimmten Umständen für einen Versicherten oder einem Versicherer der Weg zur vorzeitigen Vertragsbeendigung.

 

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