Mit Lehrer auf „Raubzug“

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Schüler gehen mit Lehrer auf „Raubzug“

Im Schulplan dieser staatlichen Hochschule steht auch ein Raubzug auf dem Stundenplan.
Wieso?
Für das was man heutzutage als Wikingerzeit bezeichnet gibt es in den meisten Fällen nur schlechte historische Belege, jedoch eine Unmenge an Legenden um die wilden Krieger aus dem Norden. Ja, die Wikinger waren berühmt und berüchtigt, nicht nur im Norden Europas sondern bis hin nach Vorderasien. Auch nicht von ungefähr stammen viele Königreiche in direkter Linie von den Wikingern ab, so zum Beispiel das ehemalige Königreich Sizilien, die heutige Normandie und man mag es kaum glauben, Russland.
Viele Bereiche dieser mutigen Seeleute, Piraten und Rauf Bolte liegt noch heute im Dunkeln.
Um hier nun Licht herein zu bringen hat man in Norwegen, rund 150 km von Oslo entfernt, ein ganz besonderes Projekt ins Leben gerufen: Die erste staatliche Hochschule Seljord Folkehøgskule für das „Wikinger Leben“.
Gelehrt wird, so die Auskunft des Schuldirektors, zum Beispiel das Waffenhandwerk und alte Zeremonien, entgegen aller Gerüchte allerdings keine Opferrituale mit Tieren.
Bereits vor einer Woche begann der Unterricht und dennoch haben die 14 angesetzten Ausbildungsplätze nicht gereicht. Der Ansturm war trotz des Schulgeldes von 100.000 Kronen für das Schuljahr groß und so muss man bereits jetzt darüber nachdenken das Studienprogramm im kommenden Semester zu erweitern.

Bleibt die Frage zu klären, was macht der Absolvent mit einer solchen Ausbildung?
Nun, die Schülerinnen und Schüler lernen sehr viel Theorie und Praxis aus jener Zeit. Und der Arbeitsmarkt für die Absolventen dieser Schulen ist entsprechend interessant, denn Events und Mittelalter Festivals sind beliebter denn je, aber auch Informationsveranstaltungen oder Museen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit so das, das erlernte Praxis-Wissen hier gut eingesetzt werden kann.