Vorbereitungsdienst – Referendariat – Lehramt

Referendariat im Lehramt

Referendariat, was bedeutet das?

Das Referendariat ist ein Vorbereitungsdienst (eine Ausbildungszeit) für Beamtenlaufbahnen der Laufbahngruppe des höheren Dienstes beim deutschen Staat (Gebietskörperschaften, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts) oder sonstigen Trägern der öffentlichen Verwaltung in der Bundesrepublik Deutschland, soweit Ihnen die Dienstherrnfähigkeit für Beamte durch Gesetz verliehen worden ist. Das Referendariat dauert in der Regel zwei Jahre und soll praktische Kenntnisse vermitteln, die vom Universitätsstudium nicht vermittelt werden konnten. Im Einzelfall kann es kürzer sein.

In das Referendariat eintreten kann, wer nach einem mindestens dreijährigen Studium an einer Hochschule das Studium mit dem ersten Staatsexamen oder einer gleichwertigen akademischen Prüfung abgeschlossen hat. Seine Dienstbezeichnung ist Referendar (ggf. mit einem auf die Laufbahn hinweisenden Präfix [z. B. Rechtsreferendar, Studienreferendar usw.]).

Die Ausbildung der Referendare (Auszubildende) obliegt in der Regel den Landesverwaltungen, die hierzu Ausbildungsvorschriften gefasst haben. Teilweise werden die Referendare als Beamte auf Widerruf geführt. Die meisten Länder sind allerdings dazu übergegangen, auf Grundlage des § 14 BRRG a. F. das öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnis als Angestelltenverhältnis (oft mit geringeren Bezügen) auszugestalten, sofern das Referendariat auch für Berufe außerhalb des Beamtenverhältnisses Voraussetzung ist (gilt insbesondere für Rechtsreferendare, da das Rechtsreferendariat Voraussetzung für den Rechtsanwaltsberuf ist). Nur in Thüringen sind Rechtsreferendare gegenwärtig Beamte auf Widerruf.

Die beiden größten Gruppen der Referendare sind:

Lehramtsreferendare und Rechtsreferendare.

Eine kleinere Gruppe von Referendaren sind die technischen Referendare, deren Referendariat auf den höheren technischen Dienst vorbereitet. Abhängig von der angestrebten Fachrichtung ist hierzu ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches oder Ingenieurstudium Eingangsvoraussetzung.
Die Laufbahnprüfung wird bis auf die Länder Baden-Württemberg und Bayern zentral vom Oberprüfungsamt für den höheren technischen Verwaltungsdienst abgenommen. Größte Gruppe der technischen Referendare ist die der Baureferendare.

Darüber hinaus werden aber auch z. B. Bibliotheksreferendare für die wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken, Veterinärreferendare für die staatlichen Veterinäruntersuchungsämter, Brandreferendare für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst, Forstreferendare für den höheren Forstdienst ausgebildet. Für alle Referendare ist regelmäßig eine Laufbahnprüfung vorgeschrieben; sie sind in der Regel während des Vorbereitungsdienstes Beamte.

Weitere Informationen zum Referendariat finden sich in den jeweiligen Kategorien unter Vorbereitungsdienst.

Die Dienstbezeichnung „Referendar“ ist geschützt und darf nur mit der öffentlich-rechtlichen Zulassung zum Referendariat geführt werden. Ein Missbrauch des Titels ist nach § 132a StGB strafbar. Der Strafrahmen ist Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. In den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen ist „Rechtsreferendar“ ein öffentlich-rechtlicher Titel, der mit dem Bestehen des ersten juristischen Staatsexamens verliehen wird bzw. mit der Aushändigung des Zeugnisses (Hessen). An eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist die Führung des Titels daher in diesen Ländern nicht gebunden (Baden-Württemberg: § 35 Abs. 3 JAPrO; Hessen: § 25 Abs. 3 JAG; Sachsen: § 15 Abs. 4 SächsJAPO).

Das Referendariat wird mit dem zweiten Staatsexamen (großes Staatsexamen) beendet. Nach erfolgreicher Beendigung des Referendariats sind die Absolventen in der Regel berechtigt, die Berufsbezeichnung Assessor (ggf. mit einem laufbahnspezifischen Präfix) zu tragen (z. B. Rechtsassessor, Studienassessor, Archivassessor usw.). Sein Bestehen ist Voraussetzung für die Ernennung (Einstellung) eines Bewerbers zum Beamten auf Probe bzw. im Beamtenverhältnis auf Probe; das zweite Staatsexamen ist insoweit auch Laufbahnprüfung. Oft ist das Bestehen des zweiten Staatsexamens auch von Gesetzes wegen Voraussetzung für Berufe außerhalb von Beamtenlaufbahnen bei Trägern der öffentlichen Verwaltung (z. B. Rechtsanwälte, Notare, Lehrer) oder bringt dem Bewerber auf dem Arbeitsmarkt Vorteile (z. B. bei Bauassessoren, Archivassessoren).

Quelle: Wikipedia

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Was erwartet angehende Lehrkräfte auf ihrem Ausbildungsweg?

Vielleicht haben auch Sie schon vor dieser Frage gestanden und stehen kurz vor dem Abschluss des ersten Staatsexamens. Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in die Ausbildungsabschnitte ihres künftigen Berufs geben und hoffen Ihnen so eine Übersicht zu verschaffen und sie ein klein wenig vorzubereiten.
Sicher ist, das die Aussichten in vielerlei Hinsicht nicht eben gut sind.
Viele, gut ausgebildete, Lehrerinnen und Lehrer trudeln nach erfolgreich absolvierte Ausbildung in die Arbeitslosigkeit. Um einen der begehrten Plätze, ob nun als Angestellter oder als beamteter Lehrer, zu erhalten bedarf es häufig leider nicht nur einer guten Ausbildung sondern auch einer hohen Flexibilität was den künftigen Wohnort angeht.

So finden sich oft junge Berliner Lehrkräfte mit einer Anstellung in Baden-Württemberg, Bayern oder Nordrhein-Westfalen wieder. Fern ab von ihrer Familie und ihrem Freundeskreis.
Solch ein persönlicher „Neuanfang“ birgt allerdings auch eine Vielzahl an Chancen und Möglichkeiten.

 

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