Referendare und Beamtenanwärter mit Risikodaten: Stehen Sie auf einer „schwarzen Liste“?

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Datenschutz VersicherungBernd Schulze ist verzweifelt. Er hat als Beamtenanwärter den Antrag bei einer Krankenversicherung zur Beihilfeergänzung gestellt und wurde wegen einer Operation an der Wirbelsäule abgelehnt. „Naja, dann eben nicht“ dachte er sich und organisierte Beratungsgespräche mit  – erst zwei – dann weiteren vier Versicherungsvertretern. Getreu dem Motto „Viel hilft viel“ stellte er bei nun 6 Anbietern Anträge auf Versicherungsschutz. Ohne Erfolg.

Was war passiert? Anders als bei anderen Versicherungssparten erfolgt für eine private Krankenversicherung (zur Zeit noch) keine Erfassung in der „HIS“-Datenbank der Versicherungskonzerne. Diese enthält bisher nur Negativeinträge für die Bereiche: Kfz, Unfall, Rechtsschutz, Sach, Leben (auch Berufsunfähigkeit, Pflegerente), Transport und Haftpflicht. Jedoch gibt es bei jeder Gesellschaft eine Datenspeicherung erfasster Anträge und somit auch deren Ablehnung. Da man als Antragsteller verpflichtet ist Angaben zu beantragten und bestehenden Versicherungen zu geben konnte also jeder der betroffenen Risikoprüfer den Kollegen der benannten Versicherung kontaktieren und brauchte nicht mehr selbst prüfen. Es erfolgte eine sofortige Ablehnung auf der Basis der Erstprüfung.
Wenn Sie kurz vor Ihrem Dienstantritt stehen und sich um eine private Krankenversicherung bemühen wollen, dann sollten Sie gründlich überlegen ob Sie risikorelevante Erkrankungen haben. Jede Erkrankung der letzten 10 Jahre die über Husten, Schnupfen und Heiserkeit hinausging kann hier entscheidend sein da die Bewertung der Krankenversicherer nicht einheitlich ist. Wir helfen Ihnen gern weiter, prüfen mit Ihnen gemeinsam welche Anbieter in Frage kommen und bringen Sie an den Hürden der Risikoprüfung vorbei soweit dies möglich ist.Aber auch hier gibt es Grenzen: Denn das Gerücht über den Annahmezwang eines privaten Anbieters für Beamte in der privaten Krankenversicherung stimmt nur zum Teil! Für Anwärter, somit auch für Referendare jedweder Art, gilt dies nicht. Auch für Beamte, ob nun auf Probe oder Lebenszeit gilt dies nicht überall, da nicht alle Versicherer dem Kontrahierungszwang unterliegen, nicht jeder Versicherer in jedem Bundesland Tarife bietet, bzw. teilweise gar keine beihilfekonformen Tarife anbietet.

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