Referendariat – Verbot für Studenten

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Jurastudent erhält Berufsverbot

Ein junger Mann aus Witten hat wohl den schwersten Fehler seines Lebens gemacht. Nachdem er bereits ein Jahr lang für das Jurastudium lernte begann er für einen Bekannten Marihuana zu besorgen und zu verkaufen.

Es sollte nur eine Art „Freundschaftsdienst“ sein, sagte er vor Gericht aus.
Vor wenigen Tagen bekam er nun die Quittung dafür: das Amtsgericht Witten verhängte in seinem Richterspruch eine Strafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung.
Damit ist seine juristische Laufbahn schon vor Beginn beendet, denn somit besteht keine Möglichkeit mehr das Referendariat zu beginnen. Jedwede Strafe über einem Jahr wird so geahndet.
Unklar ist wie der junge Mann so „blauäugig“ sein konnte. Was treibt einen jungen Menschen an, der intelligent genug ist um ein Jurastudium zu begehen und der auch um die Konsequenzen wissen muss?
Seine Aussage dazu war das sein Freund ihn immer wieder bedrängt hätte ihm zu helfen.

Noch bleibt das Verfahren offen, denn der Verurteilte hat angekündigt in Berufung zu gehen.
Die Erfolgsaussichten dafür sind jedoch eher gering.
So sahen die Schöffen und Richter keinen Verhandlungsspielraum für eine etwaige Herabsetzung der Strafe. Gerade weil juristische Vorkenntnisse vorhanden waren hätte der Beklagte wissen müssen was er da tut und welches Risiko er damit eingehe, nicht nur hinsichtlich einer etwaigen Verurteilung sondern auch seiner beruflichen Folgen. Die Gerichtsdirektoren sagte in ihrer Begründung: „man wisse um die dramatischen Folgen, aber dies habe nicht das Gericht zu verantworten sondern Sie“.

Ob er davon ausgegangen wäre eine Strafe unter 1 Jahr zu erhalten? Denn nur dann wäre noch ein Referendariat und eine berufliche Zukunft als Anwalt oder Richter möglich gewesen – Theoretisch zumindest.

Anregungen oder Fragen?

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