Schüler unzufrieden mit Quereinsteigern

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Schüler unzufrieden mit Quereinsteigern

Besonders in Rheinland-Pfalz aber nicht nur hier, sondern in ganz Deutschland gibt es an weiterführenden Schulen öfters Problem mit den sogenannten „Quereinsteigern“. Schüler vor allem der Oberstufen können aufgrund von Seiteneinsteigern die den Bewerbermangel an den Oberschulen auffangen sollen, ihr Lernziel nicht mehr erreichen.
Denn die Quereinsteiger haben weder didaktische Kenntnisse, kaum ein pädagogisches Konzept oder fachspezifisches Wissen.
Daher fordern vor allen die LandesschülerInnenvertretungen in Rheinland-Pfalz, das keine Quereinsteiger und Referendare mehr in der Oberstufe eingesetzt werden sollen.

Mangelhafte Wissensvermittlung in der Kritik

Vor allem in der Oberstufe wird  die mangelhafte Wissensvermittlung durch Quereinsteiger kritisiert.   Krankheitsvertretungen in fachspezifischen Fächern wie Physik durch einen Seiteneinsteiger zu kompensieren, der zwar E-Technik studiert, von Physik und den bestehenden Differenzen zwischen diesen beiden Studienzweigen aber keine Ahnung hat, bringt den Oberschülern leider nichts. Sie geraten so in eine Wissenslücke, die immer größer wird, dieses Wissen im Abitur aber wieder gefordert wird. Zudem haben Seiteneinsteiger, die direkt aus einem Fremdfach von der Uni an die Schule kommen, keine fundierte pädagogische Ausbildung, wissen also gar nicht, wie sie den Lernstoff ihren Schülern am besten übermitteln können. Und vor allem sind sie es nicht gewohnt, vor einem ganzen Kurs von Jugendlichen zu sprechen und diese bei der Stange zu halten. Ein Durcheinander in den Klassen ist hierbei schon vorprogrammiert. Vor allem die Art wie viele Quereinsteiger Erklärungen formulieren sind für die Schüler oft nicht nachvollziehbar. Dies liegt daran, dass Sie nicht lernten wie eine Stunde aufgebaut wird, damit die Schüler am Ende den nötigen Stoff gelernt haben. Denn aufgrund des fehlenden Referendariats, wo gelehrt wird, wie man den Unterrichtsstoff so gezielt wie möglich an die Schüler vermitteln kann, besteht hier eine große Lücke.

Quereinsteiger Notnagel

Zu wenige Lehrkräfte, die den Beruf überhaupt noch erlernen möchten und dazu die krankheitsbedingten Ausfälle vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern sind gerade in Rheinland-Pfalz ein großes Problem, wobei auch die anderen Bundesländer hiermit sicherlich zu kämpfen haben. So werden Quereinsteiger, die in die naturwissenschaftliche Richtung aber nicht auf Lehramt an der Uni studieren als Notnagel genommen, um die Löcher an den Schulen zu stopfen. So kommen immer mehr Seiteneinsteiger ohne Lehramtswissen an die Schulen und müssen sich dieses während einer nebenbei laufenden Ausbildung erst aneignen.

Seiteneinsteigern fehlt pädagogische Qualifikationen

Der Lehrerberuf bedeutet nicht nur, den Schülern ein bestimmtes fachliches Wissen zu übermitteln, sondern hierzu gehört ebenso, Probleme bei den Schülern zu erkennen, auf diese einzugehen und gemeinsam zu lösen. Da die Seiteneinsteiger jedoch keine pädagogischen Qualifikationen besitzen, da sie ihr Studienfach nicht auf Lehramt studieren, haben sie oft nicht das Wissen und das Geschick, mit den Schülern und deren Problemen richtig umzugehen und vor allem auch als Ansprechpartner zu dienen. Hinzu kommt, dass an den Schulen in Rheinland-Pfalz es auch an Schulsozialarbeitern mangelt und deshalb diese Ansprechpartner an vielen Schulen auch noch wegfallen.

Zu Lasten des Abiturs


Dieses Problem geht zu Lasten des Abiturs und somit der Zukunft der Schüler
So wehren sich die LandesschülervertreterInnen vor allem für die Schüler in der Oberstufe, die aufgrund eines nicht qualifizierten Unterrichts um ihre guten Noten beim Abitur fürchten müssen. Denn gerade hier in der Qualifikationsphase, zählen die Noten besonders, um zum Abitur zugelassen zu werden und sind somit entscheidend für die Zukunft der Oberschüler. Unterrichten hier allerdings Referendare oder Seiteneinsteiger, die teilweise fachliche oder methodische Probleme haben, kann der Unterrichtsstoff nicht so übermittelt werden, wie es sich die Schüler wünschen. Daher steht die Forderung nach einer besseren Bildung durch ausgebildete Lehrkräfte an vorderer Stelle.