Weniger Referendare in Schleswig-Holstein

Lehrer gesuchtWeniger Referendare in Schleswig-Holstein

Die Reform an der Universität Flensburg zeigt erste Wirkungen. In 2013 wurden die Masterstudiengänge um ein Jahr verlängert. Deshalb fehlen zurzeit Bewerbungen für die Laufbahn der Lehrer an Grund-und Realschulen. Laut Aussage des Bildungsministeriums Schleswig-Holstein rechne man damit dass diese Durststrecke bereits im Februar des nächsten Jahres überwunden sei.

Von Seiten der Gewerkschaft (GEW) und den Schulen klingt das anders: in 2015 würden ca. 22 % weniger Referendare im Schuldienst beschäftigt. Zwar seien die angehenden Lehrer nicht in den Unterrichtsplan eingeplant, da diese ja vorrangig zur Ausbildung an der Schule sein, jedoch mache sich die damit verbundene fehlende Stundenzahl im Unterricht bemerkbar. An Sonderschulen, Grundschulen und Gemeinschaftsschulen spürt man diese Einschnitte besonders deutlich. Auch wolle das Land Schleswig-Holstein bis mindestens 2018 das Niveau der derzeitigen Einstellungen so belassen. Vor dem Hintergrund das weiterhin gleich viele Referendare ihr Studium beenden steht zu befürchten dass diese gut ausgebildeten, angehenden, Lehrkräfte nunmehr in andere Bundesländer abwandern. Dies wäre ein Verlust für das Bundesland die Schulen.