Wie wird man Lehrer?

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Auch wenn Sie einmal selbst ein Schüler waren, wissen Sie nicht unbedingt was es bedeutet Lehrer zu sein
Halte ich meinen straffen Zeitplan ein? Haben mich die Schüler verstanden oder sollte ich es beim nächsten Mal besser erklären? Ein Lehrer hat viele Fragen an sich und seine Arbeit.
Habe ich die Möglichkeit verbeamtet zu werden und wie wird man überhaupt Lehrer? Wie gestaltet sich mein beruflicher Alltag? Und eigne ich mich überhaupt als Lehrer?
Hier ein paar Antworten:
Ich – Lehrer?
Auch wenn man Physik spannend findet, reicht dies alleine als Motivation nicht aus um Lehrer zu werden, man muss nicht nur sein Fach mögen, sondern vor allem sich selbst und andere Menschen. Als Verlegenheitslösung eignet sich der Lehrerberuf nicht. Wer mit sich selbst im Reinen ist, kann besser auf Kritik reagieren und wer sich in Andere einfühlen kann versteht, wie es ist etwas nicht zu wissen und weiß eher was er tun muss um den Anderen diesen Stoff zu vermitteln. Geben Sie gerne Nachhilfe oder leiten Jugendgruppen? Dann könnte dies ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Ihnen der Lehrerberuf liegt.
Und der Berufsalltag?
Wenn die Schüler durch die Schulglocke in den Feierabend geschickt werden, geht die Arbeit für die Lehrer weiter. Wöchentlich unterrichtet ein Lehrer circa 23-28 Schulstunden je nach Bundesland und abhängig von der Schulform, daneben gilt es noch den Unterricht und das Material entsprechend vorzubereiten, Klassenarbeiten zu korrigieren und  zu erstellen (eine nicht zu unterschätzende Arbeit, die für Berufseinsteiger meist mehr Zeit in Anspruch nimmt). Desweiteren Besprechungen mit Eltern, Lehrerkollegen oder auch mal dem Jugendamt. – Da sollte man belastbar sein.
Dadurch kommen Lehrer nach eigenen Angaben im Schnitt auf 46 Arbeitsstunden.
Lehrer sind Teamplayer. Sie entwerfen Unterrichtskonzepte zusammen, tauschen sich über Ihre Schüler aus und sprechen hier und da Inhalte miteinander ab. Aber am allerwichtigsten:
Lehrer müssen sich darin schulen mit Konflikten umzugehen und selten kann eine Unterrichststunde so stattfinden wie Sie geplant wurde – da heißt es flexibel sein.
Hat man nun also 10 Semester lang mindestens 2 Fächer auf Lehramt studiert und danach den Vorbereitungsdienst,
(das Referendariat) absolviert ist man Lehrer.
Allerdings regelt jedes Bundesland und manchmal sogar jede Uni die Ausbildung anders, was das Ganze für den Interessenten zumeist sehr unübersichtlich macht und erschwert den Studienort zu wechseln, nachdem man sich eingeschrieben hat.
In Sachsen kann man Lehramt nur als Staatsexamens-Studiengang belegen.
In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen existieren beide Modelle: Staatsexamen und Bachelor/Master.
Alle anderen Bundesländer, wie Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz haben komplett auf Bachelor und Master umgestellt.