Verbeamtung-als-Lehrer-Voraussetzung-Ablauf

GKV oder PKV für Referendare und Lehrer?

Welche ist die richtige Krankenversicherung für Referendare und Lehrer?

Mit Beginn ihres Referendariates gibt es eine Menge Neues für Sie:
Unter anderem stehen Sie auch vor der Wahl der für Sie bestmöglichen Variante einer Krankenversicherung.

GKV oder PKV für Referendare – Was ist besser:

Wir erhalten oft Anfragen ob die gesetzliche Krankenkasse oder die private Krankenversicherung  für Referendare oder Lehrer besser ist. Dies hängt von  vielen Faktoren ab und es lässt sich nicht pauschal beantworten ob PKV oder GKV die bessere Entscheidung ist.

Versicherungspflicht

Zunächst einmal besteht eine Versicherungspflicht für alle deutschen Bürger.
Davon sind Beamte, Beamtenanwärter und Referendare nicht ausgenommen.
Sind Sie Referendar im Angestelltenverhältnis, bleibt Ihnen leider keine freie Wahl, sondern Sie müssen sich gesetzlich versichern.
Sind Sie Beamter auf Widerruf haben Sie die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse.

Grundsätzlich gilt das Sie, sofern Sie schon im Studium in einer privaten Krankenversicherung waren, nun auch weiterhin privat krankenversichert bleiben müssen.
Waren Sie jedoch während Ihres Studiums in einer gesetzlichen Krankenkasse, so haben sie nun die Wahl zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Unterschiede von GKV und PKV

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
Es gibt zwischen beiden Versicherungssystemen grundlegende Unterschiede. Dies betrifft auch und vor allem Ihre Entscheidung für die Dauer Ihres Referendariats.
In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) muss jeder Versicherte, unabhängig von seinem Gesundheitszustand, seinem Alter oder Geschlecht einen prozentualen Anteil seines Einkommens (dies sind normalerweise 15,5 %, ermäßigt jedoch nur 14,9 %) als Beitrag an die Krankenkasse entrichten.
Während bei Angestellten und Arbeitnehmern als Pflichtversicherten der Arbeitgeber etwa die Hälfte der Beiträge übernimmt, gilt dies für Referendare als sogenannte „freiwillig Versicherte“ nicht!

Sie müssen in der GKV den vollen Beitrag alleine zahlen.

Allerdings sind Familienmitglieder ohne Einkommen dabei kostenlos mitversichert.
Angestellte Referendare gelten hierbei als Pflichtversicherte, Referendare mit dem Status eines Beamtenanwärters (also Beamte auf Widerruf) sind sogenannte freiwillig Versicherte.
Der Bundesdurchschnitt der Bezüge eines Beamten auf Widerruf, also eines Lehramtsreferendars zum Beispiel, liegt bei etwa 1150 € im Monat. Somit wäre ein Beitrag von etwa 175 € im Monat zu bezahlen.

Die private Krankenversicherung (PKV)

In der privaten Krankenversicherung (PKV) zahlt jeder Versicherte nach Alter und Gesundheitszustand einen eigenen Beitrag. Es gibt keine kostenfreie Mitversicherung von Familienangehörigen, auch hier wird ein eigenständiger Beitrag berechnet.
Dafür übernimmt der Dienstherr einen Teil der entstandenen Kosten (Ihrer medizinischen Versorgung) in Form der Beihilfe auf Antrag.
 Die Höhe dieser Erstattung richtet sich nach Ihrem Familienstand und der Anzahl der vorhandenen Kinder. Lesen Sie auch bitte unter Bemessungssätze die entsprechenden Verordnungen.

In den meisten Bundesländern erhalten Sie folgende Beihilfesätze

  • Der Beihilfeberechtigte erhält 50 % Beihilfe,
  • die berücksichtigungsfähigen Partner (Ehegatten, Lebenspartner in eingetragene Lebensgemeinschaft) erhalten 70 % Beihilfe und
  • die berücksichtigungsfähigen Kinder erhalten 80 % Beihilfe.

Alle weiteren entstehenden Kosten müssen über eine private Krankenversicherung abgesichert werden.
Hierbei gilt zu berücksichtigen, dass es gerade für Referendare bei den meisten Versicherern sogenannte Ausbildungstarife gibt, die sehr kostengünstig sein können.
Je nach Ihren Anforderungen und Ihrem Alter können die Monatsbeiträge hier zwischen etwa 50 € – 130 € liegen.

GKV oder PKV für Referendare – Ihre Entscheidung sollte wohlüberlegt sein
Um eine vernünftige Entscheidung zu treffen müssen sie generell ihre persönliche Situation berücksichtigen.

Pauschal kann man nicht sagen, welche der beiden Varianten für Sie in jedem Fall die bessere ist.
Dies ist von einer Vielzahl von persönlichen Dingen wie Alter, Familienstand, Gesundheitszustand, beruflicher Werdegang und vielen anderen Faktoren abhängig.
Zwar ist, aufgrund des sehr guten Preis-und Leistungsverhältnisses, die private Krankenversicherung in den meisten Fällen die beste Alternative – aber trotzdem kann vielleicht in Ihrem Fall die gesetzliche Krankenversicherung die bessere Wahl sein.
Lassen Sie sich dazu deshalb auf jeden Fall ausführlich von einem unabhängigen Experten beraten.

GKV oder PKV für Referendare:
Einige, zu berücksichtigende, Fakten:

  • Sofern sie bereits Familie haben muss diese unter Umständen ebenfalls privat krankenversichert werden. Ihr Dienstherr gewährt zwar auch für die Familienangehörigen die Beihilfe (70 %, bzw. 80 %), trotzdem kann unter Umständen die gesetzliche Kasse die für Sie günstigere Lösung sein.
  • Wenn Sie bereits an einer Erkrankung leiden, kann ebenfalls die gesetzliche Kasse die bessere Alternative sein. Die private Krankenversicherung prüft in jedem Fall Ihren Gesundheitszustand, bevor Sie einen Vertrag mit ihnen eingeht. So kann es dann passieren, dass ihr Antrag auf Versicherungsschutz abgelehnt wird oder das Sie kleinere oder größere Risikozuschläge zu zahlen haben.
  • In der gesetzlichen Krankenversicherung  ist Ihr Beitrag, unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand ebenso hoch wie bei einem gesunden Antragsteller.
  • Die günstigen Anwärtertarife gelten bei der privaten Krankenversicherung bei den meisten Versicherungen nur bis zum 34. Lebensjahr. Einige Anbieter schließen noch das 36. Lebensjahr mit ein und sehr wenige gehen bis zum 42. Lebensjahr. Ob dies dann noch wirtschaftlich für Sie Sinn macht, sollte unbedingt geprüft werden.

In jedem Fall sollten Sie auch Ihre Zukunftsplanung bei der Entscheidung mit einbeziehen. Wichtig ist deshalb zu wissen:

  • Auch nach dem Referendariat unterliegen Sie der Krankenversicherungspflicht. Sie müssen daher im Anschluss weiterhin versichert sein. Ob dies dann im Sinne einer Familienversicherung oder durch das Beziehen öffentlicher Förderung, selbstständiger Arbeit oder im Angestelltenverhältnis geschieht, sollte bei Ihrer Planung berücksichtigt werden.
  • Sofern Sie nach dem Ende des Referendariats nicht sofort übernommen werden, müssen Sie die Zeit bis zum Antritt der neuen Dienststelle überbrücken. Viele Versicherer bieten deshalb sogenannte Übergangstarife an von denen jedoch nicht alle gut sind. Bei einigen Versicherern werden relativ hohe Beiträge verlangt, die Sie unter Umständen dann nicht tragen können. Wählen Sie deshalb gründlich aus welche Versicherungsgesellschaft hier für Sie eine akzeptable Lösung bietet.
  • Eine Rückkehr von der privaten Kasse in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie z. B. einem Statuswechsel möglich. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung annehmen oder ALG2 beziehen oder wenn Ihr monatliches Einkommen (auch ohne sozialversicherungspflichtige Tätigkeit) insgesamt 400 € (zum Beispiel aus geringfügiger Beschäftigung) nicht übersteigt. Allerdings können Sie in einem solchen Fall auch über Ihren Ehepartner oder Ihren Partner aus eingetragener Lebensgemeinschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden.

GKV oder PKV für Referendare: Lassen Sie sich unbedingt umfassend beraten.

Nach dem Studium unserer Ausführungen werden Sie feststellen, dass es sehr viel zu berücksichtigen gibt. Unsere Beispiele zeigen auch, dass nicht jede Eventualität hier berücksichtigt werden kann, sondern es für jeden Einzelfall anders zu bewerten und zu beurteilen ist. Damit Sie ganz sicher sein können den bestmöglichen Versicherungsschutz für sich selbst und Ihre persönliche Lebenssituation zu finden beraten unsere unabhängigen und zertifizierten Experten Sie umfassend.
Wir erstellen mit Ihnen gemeinsam online einen Vergleich der gesetzlichen Kassen nach bestimmten Leistungskriterien und Ihren Wünschen und selbstverständlich auch einen umfassenden Vergleich aller verfügbaren, privaten Krankenversicherer.

Dies sind folgende private Versicherungskonzerne:

Allianz Krankenversicherung || Alte Oldenburger Krankenversicherung || ARAG Allgemeine Versicherung || AXA Krankenversicherung
Barmenia Krankenversicherung || Bayerische Beamtenkrankenkasse
Central Krankenversicherung ||  Concordia Krankenversicherung ||  Continentale Krankenversicherung
Debeka Krankenversicherung || DBV/AXA || Deutscher Ring || DEVK || Die Bayerische
DKV Deutsche Krankenversicherung
ERGO Versicherungsgruppe
Gothaer Krankenversicherung
Hallesche Krankenversicherung || Hanse Merkur || HUK COBURG
Inter Krankenversicherung
LKH Landeskrankenhilfe ||LVM Krankenversicherung
Mannheimer Krankenversicherung || Münchener Verein
Nürnberger Krankenversicherung
R + V Krankenversicherung
Signal Iduna Krankenversicherung || Süddeutsche Krankenversicherung
UKV Union Krankenversicherung || Universa Krankenversicherung
Württembergische Krankenversicherung

Wir denken wir konnten Ihnen einen guten Einblick in das Thema GKV oder PKV für Referendare geben. Bei weiteren fragen zögern Sie nicht uns direkt anzusprechen: 0800/5862553

Alle Vergleiche erstellen wir selbstverständlich für Sie kostenfrei und unverbindlich. Nutzen Sie einfach unser  Kontaktformular oder rufen Sie uns über unsere Servicerufnummer kostenlos an: 0800/5862553.