Vorerkrankung und PKV Beamte

Vorerkrankung und PKV – Beamte

Bevor Sie in eine private Krankenversicherung wechseln dürfen müssen Sie bei der Antragstellung einer Krankenversicherung (PKV) genaue Angaben zu bestehenden Vorerkrankungen machen.

Bei bestehender Vorerkrankung oder bei aktueller ärztlicher Behandlung sollten Sie hierzu unbedingt wahrheitsgemäße Angaben bei der Antragsaufnahme machen.

Um keine Vorerkrankung zu vergessen sollten Sie vorab in Ruhe in Ihrem Krankenordner nachschauen und recherchieren welche Beschwerden in den letzten Jahren aufgetreten sind oder noch auftreten.
Ihre Vorversicherung sollten Sie erst dann kündigen, wenn Sie eine verbindliche Annahmeerklärung des privat Versicherers vorliegen haben.

Bei vielen kleineren Erkrankungen ist evtl. mit einem Risikozuschlag zu rechnen. Ist Ihre Erkrankung nur akut (z.B. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Grippe) und möglicherweise als vorübergehend anzusehen, kann dieser Zuschlag auch befristet werden.
Bei einer ernsten Erkrankung ( z.B. Bluthochdruck, Adipositas, Diabetes, chronische Erkrankungen etc.. ) ist mit einem Risikozuschlag zu rechnen. Dieser kann aber von Versicherer zu Versicherer völlig unterschiedlich ausfallen da hier sowohl Erfahrungswerte, Erkrankungsstand und Ermittlungsmethode des RZ eine Rolle spielen.
Es ist nicht ratsam einen Krankenversicherer nach dem Anderen anzufragen, bzw. dort Anträge zu stellen. Man sollte mit einer gezielten Aktion von allen Krankenversicherungen ermitteln ob und zu welchen Konditionen versichert werden kann.

Gern helfen wir Ihnen dabei.
Rufen Sie den Experten von Info-Beihilfe kostenfrei unter 0800/5862553 an oder nutzen Sie unser Anfrageformular.

Ausdrücklich nicht zu empfehlen ist ein Leistungsausschluss. Dies wird aber von den meisten privaten Krankenversicherern auch nicht mehr angeboten.

Achtung:
Für Beamte gilt der Kontrahierungszwang!
Beamte werden somit bei der Erstverbeamtung selbst bei nicht versicherbaren Vorerkrankungen ( Krebs, Aids, Herzerkrankung etc… )  mit einem maximalen Zuschlag von 30 Prozent in die private Krankenversicherung aufgenommen.
Für Beamtenanwärter gilt dies leider nicht! Hier bleibt oft nur bei bestehender, schwerer Vorerkrankung zunächst Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung  zu bleiben um dann beim Eintritt in das Verhältnis als Beamter auf Probe oder Beamter auf Lebenszeit (je nachdem was zuerst eintritt) den Kontrahierungszwang zu nutzen.

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2 Kommentare An "Vorerkrankung und PKV Beamte"

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Müller
Gast

Ich bin Beamter und in der PKV zu 50% versichert. Meine Frau ist nun auch 70% beihilfeberechtigt, wird aber aufgrund einer Vorerkrankung bei der PKV zur Abdeckung der verbleibenden 30% abgelehnt. Bleibt nun nur der Weg zur freiwilligen gesetzlichen KV? Bei einer freiwilligen gesetzlichen KV wäre sie ja 100%ig krankenversichert, hat aber dennoch Anspruch auf 70% Beihilfe. Somit wäre sie 170%ig krankenversichert. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Gibt es hierzu eine sinnvolle Alternative? Vielen Dank für Ihre Hilfe.