Private Krankenversicherung für Referendare in Nordrhein-Westfalen

Nach dem Studium hält das Referendariat für Lehramtsanwärter in NRW viel Neues bereit. Sie bereiten sich auf die nächste Stufe ihrer Beamtenlaufbahn vor und erhalten erste Einblicke in den Berufsalltag eines Lehrers. Dabei steht für Referendare in NRW eine entscheidende Frage im Raum: Wie sollen sie sich von nun an krankenversichern?

Lehramtsanwärter in NRW sind Beamte auf Widerruf. Damit sind sie nicht an die gesetzliche Krankenkasse gebunden und können sich von nun an privat versichern.
Von ihrem Dienstherrn beziehen Referendare Beihilfe, diese kommt im Regelfall für 50 Prozent der Behandlungskosten auf. Für die andere Hälfte müssen Lehramtsanwärter eine Restkostenversicherung abschießen, also eine private Krankenversicherung. Grundsätzlich können Beamte auch in der gesetzlichen Krankenkasse verbleiben, meist entstehen dadurch jedoch erhebliche Nachteile für sie.

Die Vorteile einer privaten Krankenversicherung für Referendare

Eine private Krankenversicherung bietet Referendaren in NRW viele Vorteile. Sie genießen umfangreichere Versicherungsleistungen und können, abhängig vom Tarif, beispielsweise die Kostenübernahme für eine Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer vereinbaren.
Für Angestellte bedeutet die private Krankenversicherung, dass sie in den meisten Fällen einen hohen Beitrag leisten müssen. Referendare in Nordrhein-Westfalen erhalten allerdings von ihrem Dienstherrn Beihilfe, das heisst, für sie wird ein Großteil der Kosten bereits übernommen.

Aus diesem Grund bieten private Krankenversicherer spezielle Tarife für Beamte, die deutlich günstiger sind, als für Angestellte und Selbstständige.
Der Grund dafür ist denkbar simpel: Bei Angestellten muss die Versicherung in voller Höhe für die Behandlungskosten aufkommen, bei Beamten nur für die Restkosten, die abhängig von der Lebenssituation zwischen 30 und 50 Prozent betragen. Daher ist eine private Krankenversicherung für Referendare in NRW weitaus günstiger, als für Personen im Angestelltenverhältnis.

Beamte sind nicht verpflichtet, sich privat zu versichern. Sie dürfen Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse bleiben, wenn sie dies wünschen. Allerdings zahlen die Kassen die Behandlungskosten komplett, wodurch für die Beamten die Beihilfe entfällt. Hinzu kommt, dass sich der Dienstherr im Vergleich zu Arbeitgebern nicht an den Kosten beteiligt. Da die gesetzliche Krankenversicherung keine gesonderten Tarife für Beamte vorsieht, müssen diese demzufolge den kompletten Beitrag selbst bezahlen. Dieser kann sich bei einem Referendar in NRW auf bis zu 250 Euro monatlich belaufen.

Zum Vergleich: Eine private Krankenversicherung würde einen 25-jährigen, gesunden Lehramtsanwärter mit 50 Prozent Beihilfe weniger als 80 Euro kosten.

Beihilfe für Lehramtsanwärter in NRW

In Nordrhein-Westfalen genießen Referendare als Beamtenanwärter besondere Vorteile. Das Land NRW übernimmt einen Teil der Krankheitskosten in Form einer so genannten Beihilfe, die zwischen 50 und 80 Prozent liegt, wenn die betreffende Person privat versichert ist. Das ist der Hauptgrund, weshalb Referendare in NRW den Wechsel zu einer PKV in Betracht ziehen: Sie vergleichen Preise und Leistungen und entscheiden sich für den Anbieter, der das attraktivste Gesamtpaket vorweisen kann.
Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach dem Familienstand des Referendars:
Ohne Kinder bzw. mit einem Kind liegt der Zuschuss bei 50 Prozent, ab dem zweiten Kind beträgt der Zuschuss 70 Prozent. Die verbleibende Summe müssen Referendare über die private Krankenversicherung abdecken. Private Krankenversicherungen bieten spezielle Tarife an, die sich an der genannten Staffelung ausrichten. Auf diese Weise können Referendare viel Geld sparen.
Die Beihilfe erstreckt sich nicht nur auf den Versicherungsnehmer, sondern gilt auch für Familienmitglieder. Deshalb ist eine private Krankenversicherung für Referendare in NRW oft nicht nur eine kostengünstige, sondern auch eine leistungsstarke Wahl.

Was kostet die private Krankenversicherung für Referendare in NRW?

Zur Berechnung der Beitragshöhe werden – anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung – das Einstiegsalter, den Gesundheitszustand und der Beihilfesatz zugrunde gelegt. Die Besoldung nimmt hingegen keinen Einfluss auf den Beitragssatz.
Beispiel: Eine Referendarin im Alter von 30 Jahren ohne besondere gesundheitliche Auffälligkeiten oder Krankheiten zahlt einen monatlichen Beitrag von deutlich unter 100 Euro. Im Schnitt ist mit einem Monatsbeitrag zwischen 70 Euro und 90 Euro zu rechnen.
Liegen Erkrankungen vor, würde der Beitrag nach Prüfung des Einzelfalls höher ausfallen. Tipp: Nicht jede private Krankenversicherung bietet spezielle Tarife für Lehramtsanwärter an. Deshalb ist es sinnvoll, sich von Experten beraten zu lassen.

Welche Leistungen offeriert die PKV in NRW?

Die Leistungen einer privaten Krankenversicherung lassen sich individuell zusammenstellen. Der optimale Schutz sieht somit für jeden Referendar anders aus. Der Versicherungsnehmer bestimmt, welche Leistungen er in seine Police übernehmen möchte. Je nach inkludierten Bausteinen fällt der daran gekoppelte Beitrag höher oder niedriger aus. Da die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung eine langfristige Entscheidung ist – es ist nicht garantiert, dass Versicherte die Krankenversicherung später verlassen oder wechseln können – sollte das Leistungspaket mit Umsicht zusammengestellt werden. Die folgenden Zusatzbausteine sind neben den Grundleistungen einer PKV bei vielen Versicherungen zubuchbar. Die untenstehende Liste stellt nur einen Ausschnitt dar, es gibt darüber hinaus noch weitere Bausteine:

Wahlleistungen im Krankenhaus:

Ein- oder Zweibettzimmer (statt Mehrbettzimmer) sowie Chefarztbehandlung

Krankenhaustagegeld:

Übernahme der Kostenpauschale im Krankenhaus. Patienten müssen pro Krankenhaustag zwischen 10 und 33 Euro bezahlen, abhängig von der Unterbringung (Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarzt). Diese Kostenpauschale wird mit dem Krankenhaustagegeld aufgefangen.

Beihilfeergänzung:

Üblicherweise erstattet die Beihilfe mindestens 50 Prozent zu der Krankheitskosten. Der Rest läuft über die private Krankenversicherung. Allerdings gilt das nicht für alle Leistungen. Mitunter übernimmt die Beihilfe nur 30 Prozent, so dass ein Teil nicht abgedeckt ist. Durch die Beihilfeergänzung sorgen Versicherte dafür, dass sie nicht auf dieser Kostenposition sitzen bleiben.

Freie Arztwahl:

Manche Tarife schränken die freie Arztwahl ein. Wer sich die Unabhängigkeit bewahren will, kann den Baustein hinzu buchen. Damit haben Privatversicherte die Wahl zwischen einem Kassen- und einem Privatarzt, einem Krankenhausarzt (ambulant tätig) oder einem niedergelassenen Facharzt ohne Überweisung. Sie können eine öffentliche oder eine private Klinik besuchen. Die freie Arztwahl beschränkt sich nicht zwingend nur auf das Inland, sondern kann auch in anderen europäischen Ländern gelten. Weltweiter Versicherungsschutz hingegen unterliegt in der Regel einer zeitlichen Begrenzung.

Was ist mit dem Ende des Referendariats bei der privaten Krankenversicherung zu beachten?

Das Ende der Referendariats Zeit ist nicht zwingend das Ende als Mitglied in einer privaten Krankenversicherung.

Diese Wege sind denkbar:
Nach dem Referendariat kommt es zur Verbeamtung auf Probe. Dann können Betroffene in den Volltarif für Lehrer wechseln. Alternativ bietet sich zu diesem Zeitpunkt ein neuer Versicherungsvergleich an. Da ein neuer Gesundheitscheck obligat ist, ist das nicht in jedem Fall ratsam.

Nach dem Referendariat führt der Weg in ein Angestelltenverhältnis. Dann müssen die ehemaligen Referendare aus der privaten Krankenversicherung raus und sich in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern.

Steht nach dem Referendariat und einem anschließenden Angestelltenverhältnis erneut eine Verbeamtung im Raum, könnte eine Anwartschaftsversicherung eine Lösung sein. Dabei werden die Informationen zum Gesundheitszustand bei der privaten Krankenversicherung als Status Quo hinterlegt. Steigt der ehemalige Versicherte später dort wieder ein, muss die private Krankenversicherung ihn auf dieser Basis als Versicherten akzeptieren.

So finden Referendare eine gute PKV

Um eine gute und passende PKV zu finden, die den individuellen Anforderungen gerecht wird, ist ein PKV-Vergleich für Referendare mit umfassender Beratung der beste Weg.
Interessenten nehmen dazu Kontakt zu einem unserer Experten auf.
Im Gespräch werden alle Fragen besprochen, die wichtigen Punkte abgeklopft und aus der Fülle der möglichen Versicherungen passende Tarife herausgefiltert.
Auf diese Weise erhalten Referendare  eine PKV, die am besten zu ihrer Situation passt.