2025 fehlen 35.000 Lehrer an Grundschulen

Mangel an Grundschullehrern

Prognosen sagen voraus, dass 2025 bis zu 35.000 Lehrerstellen unbesetzt bleiben könnten.

Aus einem Bericht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft geht hervor, dass es schon
bald einen erheblichen Lehrmangel an deutschen Grundschulen geben könnte. Die Zahl der
fehlenden Lehrkräfte wird laut einer Studie auf bis zu 35.000 im Jahre 2025 prognostiziert.

Qualifizierungsprogramme für Quereinsteiger und höhere Löhne
Die GEW schlägt Qualifizierungsprogramme für Quereinsteiger und höhere Löhne vor, um den Job
wieder etwas mehr Attraktivität zu verleihen.
Dafür rief die GEW den Bund dazu auf, Qualifizierungs- und Mentoringprogramme, die berufsbegleitend
stattfinden sollen, zu starten. Dies soll bewirken, dass sogenannte Quereinsteiger
die Möglichkeit haben sich zu qualifizieren, und schließlich dem Lehrermangel an deutschen
Grundschulen entgegen zu wirken. Für die besagten Programme sollen bundesweit einheitliche
Standards gelten.
Die Vorsitzende Marlis Tepe fordert außerdem bessere Löhne für Grundschullehrer. Verglichen
mit ihren Kollegen an anderen Schularten, verdienen Lehrer an Grundschulen am schlechtesten.
Die Arbeit und Ausbildung unterscheidet sich jedoch nicht.

Abschaffung des Nummerus Clausus
Einige Studiengänge für das Grundschulehramt sind immer noch mit einem Nummerus Clausus
belegt. Für Tepe ist dies unverständlich. Das Lehramtsstudium und der Beruf sollte attraktiver
gemacht werden, um auch junge Leute wieder dafür zu gewinnen. Ebenso müssten bessere
Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Tepe fordert eine Ausbildungsoffensive. Auch im Bereich
der administrativen Aufgaben wird der Ruf nach Entlastung laut. Im Moment ist es so, dass
viele Lehrkräfte diese Aufgaben erledigen und somit für die Schüler und Schülerinnen fehlen.
Zusätzlich sollen Lehrer und Lehrerinnen auch mehr Unterstützung von Psychologen und
Sozialarbeitern erfahren, um den stetig wachsenden Anforderungen einer heterogenen Schülerschaft
zu bewältigen.

Ernst zu nehmendes Problem
Aktuellen Studien zufolge könnte sich der Lehrermangel zu einem ernst zu nehmenden Problem
entwickeln. Eine von Bertelsman in Auftrag gegebene Studie sagt dramatische Zahlen vorher:
2025 könnten bis zu 35.000 Grundschullehrer fehlen. Um dem entgegenzuwirken, müssten
etwa 105.00 neue Lehrer bis dahin eingestellt werden, allerdings stehen nur 70.000 Absolventen
zur Verfügung.
Mehr Personal auszubilden sei aber nicht die Lösung so Tepe, da dies aufgrund der langen
Ausbildungsdauer zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Es sind neue, flexible Lösungen und
Qualifizierungen von Quereinsteigern notwendig.

Stetiger Anstieg der Anzahl von Schülern
Der Lehrermangel wird nicht nur durch zu lange Ausbildungen und zu viel Bürokratie begünstigt,
sondern resultiert auch aus einer steigenden Schüleranzahl. Es werden alleine wegen der
angestiegenen Zahl 26.000 zusätzliche Lehrer benötigt und für den Ausbau von Ganztagsschulen
bedarf es weitere 19.000 Lehrkräfte. Zusätzlich werden bis 2025 ca. 60.000 Lehrer in den
Ruhestand gehen. Die Situation werde sich höchstwahrscheinlich erst 2026 wieder entspannen.