Das Lehramtsreferendariat in Nordrhein-Westfalen

Lehramtsreferendariat in Nordrhein-Westfalen

Das Lehramtsreferendariat in Nordrhein-Westfalen findet, nach erfolgreichem Abschluss der ersten Phase  der Lehrerausbildung, an Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst an Schulen statt. Die jeweiligen Bildungszentren sind eigenständig für die Verteilung der Ausbildungsplätze zuständig.

Dauer des Referendariats

Der Vorbereitungsdienst hat, seit dem Nordrhein-Westfalen am 10.4.2011 die schulpraktische Phase der Lehrerausbildung reformiert hat, für alle Lehrämter eine einheitliche Dauer von 18 Monaten.

Praxisphasen und Praxissemester

Praxisphasen inclusive Praxissemester

Rechtliche Grundlage

Lehrerausbildungsgesetz

Schulformen

Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Hauptschulen, Lehramt an  Realschulen, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an beruflichen Schulen

Einstellungstermine und Bewerbungsfrist

Der Vorbereitungsdienst beginnt jeweils am 1.Mai und 1.November eines Jahres.
Die Bewerbungsfrist für Einstellung im Mai ist Mitte November und das Bewerbungsende für Einstellung im November ist Anfang Juni.

Voraussetzungen für die Zulassung zum Lehramtsreferendariat in Nordrhein-Westfalen

Um für das Lehramtsreferendariat in NRW zugelassen zu werden, benötigen die Teilnehmer eine erste Staatsprüfung oder den Abschluss „Master of Education“. Sollte die Prüfung oder der Abschluss nicht in Nordrhein-Westfalen erworben worden sein, müssen die Bewerber die Gleichwertigkeit ihres Zeugnisses aus einem anderen Bundesland anerkennen lassen.
Zu Beginn des Referendariats sind die Bewerber verpflichtet, an einer personenbezogenen Beratung teilzunehmen. Diese beinhaltet ein Perspektiven- und Eingangsgespräch, bei der die beruflichen Möglichkeiten erörtert und die Erwartungen der Teilnehmer besprochen werden.

Verbeamtung

Mit Eintritt in den Schuldienst werden die Referendare während ihres Vorbereitungsdienstes zum Beamten auf Widerruf / auf Probe ernannt.

Altershöchstgrenze für die Verbeamtung

Wer das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet hat darf in das Beamtenverhältnis auf Probe eingestellt werden.

Ausnahmeregelungen sind:

Die Höchstaltergrenze  erhöht sich z.B. um die Zeiten
1. der tatsächlichen Betreuung eines minderjährigen Kindes oder
2. der tatsächlichen Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen, dessen Pflegebedürftigkeit nach § 3 Absatz 2 des vorgenannten Gesetzes nachgewiesen ist.

Die Höchstaltersgrenze erhöht sich in diesen Fällen um jeweils bis zu drei Jahre, bei mehreren Kindern oder Angehörigen um insgesamt bis zu sechs Jahre. Voraussetzung ist das über einen dementsprechenden Zeitraum keine berufliche Tätigkeit im Umfang von in der Regel mehr als zwei Drittel der jeweiligen regelmäßigen Arbeitszeit ausgeübt wurde.

Bei schwerbehinderten Menschen und ihnen gemäß § 2 Absatz 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – (Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047) in der jeweils geltenden Fassung gleichgestellte behinderte Menschen ist eine Einstellung möglich, wenn sie das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Gesetz zur Neuregelung der Höchstaltergrenzen

Weiter Ausnahmeregelungen finden Sie unter dem Gesetz zur Neuregelung der Höchstaltersgrenzen für die Einstellung in ein Beamtenverhältnis  im Land Nordrhein-Westfalen und zur Entfristung der Altersteilzeitregelung vom 17. Dezember 2015

 Zusammenfassung Vorbereitungsdienst in Nordrhein-Westfalen

· Referendare leisten den Vorbereitungsdienst an Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung sowie an berufsvorbereitenden Schulen.
· Die Bewerbungsfristen Enden im November eines Jahres für den darauffolgenden Mai und im Juni für den kommenden November.
· Die Bewerber benötigen den Abschluss des „Master of Education“ oder müssen ihre erste Staatsprüfung erworben haben.
· Um zur Ausbildung zugelassen zu werden, müssen die Bewerber an einer personenorientierten Beratung teilnehmen.
· Mit Eintritt in den Vorbereitungsdienst erfolgt die Verbeamtung auf Widerruf.

Beihilfebemessungssatz /  Krankenversorgung
Beihilfeberechtigter 50% ,  Kind 80%,  In einigen Bundesländern gelten andere Sätze – Info …hier

Anwärterbezüge:
Informationen zur Beamtenbesoldung finden Sie hier unter Besoldungstabellen.

Bezüge nach dem Referendariat – A13  (durchschnittlich )
54.997,00 € (DGB Besoldungsbericht)

Abschlüsse: Staatsprüfung –  Bachelor – Master

1. und 2. Staatsprüfung

Einstellungschancen für Lehrer in Nordrhein-Westfalen

Ausführliche Informationen für welche Fächer es gute  Einstellungschancen für Lehrer in Nordrhein-Westfalen, finden Sie unter

Ihre Chancen
als Grundschullehrer in NRW , als Berufsschullehrer,  im Lehramt Sozialpädagogik, als Lehrer /in Sekundarstufe I, auf der Website des  Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Einstellungschancen für Lehrer in NRW

MINT – Lehrkräfte.  IT, Chemie oder Mathematik – Fans sind auch in NRW gefragt wie nie.

Besoldung im Vorbereitungsdienst  Nordrhein-Westfalen.

Referendariat nach Bundesländern – Lehramt 

Ratgeber Referendariat